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Abbruch bis in den Keller

Oranienburg Abbruch bis in den Keller

Das Wellenbecken und die beiden Sole-Becken in der Turmerlebniscity bleiben ab Montag, 29. Mai für vier Wochen geschlossen. Sie müssen wegen Verschleiß nach 15 Jahren beziehungsweise Baupfusch grundhaft saniert werden.

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Acht Wochen Bauzeit braucht es, dann schwappen die Wellen wieder rechtzeitig zum Ferienbeginn zur Freunde der Badegäste.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Am Sonntag, 28. Mai, können sich die Oranienburger beim „Abbadetag“ noch einmal richtig in die Wellen schmeißen, ab Montag ist das Becken dann geschlossen, rücken die Bauleute an. Für acht Wochen bleiben das Wellenbad und die beiden Sole-Becken der Turm-Erlebniscity geschlossen. Sie müssen von Grund auf repariert und regelrecht neu aufgebaut werden. Nach der Sanierung des Sportbeckens 2015 und des Erlebnisbereichs im vergangenen Jahre findet damit die Sanierung des Badebereiches seien Abschluss.

SOG-Geschäftsführer Kay Duberow rechnet noch einmal mit Kosten in Höhe von 800 000 Euro für die Arbeiten in diesem Frühsommer. Und vor allem damit, dass es keine weiteren bösen Überraschungen beim Bau gibt. Ursache der Generalsanierung bei den Sole-Becken ist der normale Verschleiß nach 15 Jahren Betrieb. Gerade Salzwasser wirke aggressiv auf Fugen und Dichtungen. Und die Fliesen im Außenbereich heizten sich im Sommer auf plus 50 Grad auf, im Winter müssen sie minus 20 aushalten. Beim 34 Meter langen und 17 Meter breiten Wellenbad hingegen sei die Neuaufbau vor allem auf Baupfusch zurückzuführen. Bei Reparaturen 2008 sei zum Beispiel eine Abdichtfolie zwischen Fliesen und Untergrund eingebracht worden, diese aber„baulich nicht mit dem Untergrund verbunden worden. Das Wasser suchte sich dann seinen weg, plätscherte draußen und drinnen“, beschreibt es Duberow. Auch die Fliesen seien nicht fachgerecht geklebt worden, hoben sich ab. Hinzu komme die extreme Belastung durch den Druck der Wellen. Alles wird nun abgebrochen, bis auf die Betonwanne, die bis ins Kellergeschoss reicht. Es werde alles moderner durch neue Lichtinstallationen. Ebenso wird die Hälfte der Duschen und Sanitäranlagen erneuert. „Alles hält dann hoffentlich 20 Jahre“, so Duberow, der auf einen erfahrenen Sachverständigen der IHK und das Architekturbüro Petzi + Petzi aus Oranienburg setzt. „Ja, der Zeitplan ist sportlich.“

Sauna, Sportbad und Wellnessbereich bleiben nur 14 Tage zu – wegen des Abbruchlärms. Sie sind ab 11. Juni wieder geöffnet. Alle anderen Bereiche im Turm sind gar nicht von der Schließung betroffen.

Noch 2017, so Duberow, fällt auch der Startschuss der langfristigen Sanierung der Bädertechnik im Untergrund, im Keller. Die läuft bis 2021. „Wir fahren nicht mehr auf Verschleiß, reparieren und erhalten rechtzeitig. 80 Prozent aller Kosten erwirtschaften wir selbst, 20 sind Zuschüsse der Stadt. Steuergeld, das wir sparsam einsetzen.“

Von Heike Bergt

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