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Oberhavel Abgehängt von Einkaufsmöglichkeiten
Lokales Oberhavel Abgehängt von Einkaufsmöglichkeiten
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09:02 13.10.2017
Unterschriftensammlung im „Esspunkt“ in Zühlsdorf. Der Backshop mit Imbiss und Café ist der einzige Einzelhandelsstandort in dem zum Mühlenbecker Land gehörenden Ortsteil mit rund 2800 Einwohnern. Quelle: Hans-Jürgen Naß
Zühlsdorf

Die Einkaufsmöglichkeiten sind in Zühlsdorf rar gesät. Hans-Jürgen Naß aus Zühlsdorf hat deshalb eine Unterschriftenaktion für „eine Busverbindung zwischen Zühlsdorf und Basdorf“ initiiert. Die Forderung nach einer Nahverkehrslösung, die vor allem mobilitätseingeschränkten Zühlsdorfern den Zugang zu den Einkaufsmöglichkeiten in den Nachbarorten ermöglicht, wird von inzwischen 465 Unterzeichnern unterstützt.

Auslöser für die Initiative ist das vor einem Jahr vorgelegte Einzelhandelskonzept der Gemeinde Mühlenbecker Land. „Spätestens seitdem ist klar, dass eher eine Rewe-Drohne den eigenen Garten anfliegen wird, als dass auch nur ein Discounter Interesse an einem Standort in Zühlsdorf zeigen wird“, sagt Hans-Jürgen Nass.

Die Unterzeichner fordern eine bessere Busanbindung an Einkaufsmärkte. Quelle: Hans-Jürgen Naß

In der jüngsten Gemeindevertreterversammlung am Montagabend wurde seine Petition beraten. Gerne hätte er das Wort ergriffen. Zum einen, um die Kommunalpolitiker aufzufordern, „endlich klar zu kommunizieren, dass sehr wahrscheinlich auch langfristig nicht mit der Ansiedelung eines Supermarktes zu rechnen ist“. Zum andern aber, um sie dazu zu bewegen, jene Ursachen zu beseitigen, die bisherigen Initiativen für eine kreisübergreifende Busverbindung den Erfolg verwehrten. Das betreffe die Rahmenbedingungen, die durch die Landespolitik gesetzt werden. Diese müssten deshalb geändert werden. So wichtig ihm die mit der Unterschriftenaktion eingeforderte Lösung ist: Es müsse „ein sauber abgestimmtes, ganzheitliches Nahverkehrs-Konzept entwickelt werden“. Dies zu sagen, verwehrte ihm die Geschäftsordnung. Er hofft nun, dass er die Bildung einer Arbeitsgruppe anregen kann, die nach einer ganzheitlichen Lösung sucht.

Die Heidekrautbahn fährt zwar nach Basdorf, aber der Weg zum Einkaufsmarkt ist dann noch weit, sagen die Zühlsdorfer. Quelle: Helge Treichel

Die Gemeindevertretung befürwortete das Anliegen der Petition. „Damit ist das Problem aber nicht gelöst“, stellte Gemeindevorsteher Harald Grimm (SPD) fest. Denn aus einer Antwort der Nahverkehrsgesellschaft gehe hervor, „dass Sonderlinien mitfinanziert werden müssen“. Zu erwartende Fehlbeträge tragen gemeinhin die Kommunen.

Dass über die Finanzen gesprochen werden muss, das Vorhaben aber auch mit den politischen Gremien der Landkreise Barnim und Oberhavel beraten werden muss, sagte Enrico Neumann, Fachdienstleiter für Bauordnung und Planung auf Nachfrage. Das beinhalte auch die Antwort an den Petenten, welche von den Gemeindevertretern beschlossen wurde. Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD) werde zunächst Kontakt mit seiner Wandlitzer Amtskollegin aufnehmen, um den Prozess anzuschieben. „Die Gemeinde unterstützt das Anliegen“, machte Neumann deutlich.

Die Ziele der Petition

Mit der geforderten Verbindung sollen konkrete Ziele umgesetzt werden:

Erstens die direkte Anfahrt mindestens zweier Supermärkte im zu Wandlitz gehörenden Basdorf im Nachbarkreis Barnim.

Zweitens Zustiegsmöglichkeiten in allen Siedlungsgebieten Zühlsdorfs bei weitgehend flexibler Routengestaltung.

Drittens eine Ausrichtung auf weniger mobilitätseingeschränkte Bürger, denn für stärker Behinderte steht der DRK-Bürgerbus zur Verfügung.

Viertens soll die Bazahlbarkeit auch bei geringerem Einkommen gewährleistet sein – ohne Bedürftigkeitsnachweis.

Von Helge Treichel

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