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Abgehärtet: Ohne Socken und Hemd

100. Geburtstag in Bergfelde Abgehärtet: Ohne Socken und Hemd

Ihren 100. Geburtstag feiert Ellen Masalski am 16. Juli in Bergfelde. Dass das möglich ist, schreibt sie ihrer Lebensführung zu: viele Jahre sei sie im Frei- oder Hallenbad schwimmen gegangen und immer lieber gelaufen als gefahren.Und sie verzichtet auf Socken und Hemd. „Ich war nie krank“, fasst sie das Ergebnis dieser Abhärtung zusammen.

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Mit guter Laune wird Ellen Masalski 100 Jahre alt.

Quelle: Foto: Robert Roeske

Bergfelde. Ihren 100. Geburtstag feiert Ellen Masalski am 16. Juli in Bergfelde. Die Verkäuferin, die unter anderem bei Peek & Cloppenburg in Berlin die Herren einkleidete, lernte im Geschäft auch ihren Mann kennen. Nach dessen Tod 1959 folgte sie ihrem zweiten Lebenspartner nach Bayern. Nachdem dieser gestorben war, kehrte sie in ihre alte Heimat zurück und zog 1998 in die Nähe ihrer Enkelin nach Leegebruch. Hier lebte sie 16 Jahre, bevor der Unterstützungsbedarf so groß wurde, dass sie im Januar 2014 ins Bergfelder Seniorenzentrum „Elisabeth“ umzog. Mit ihrem ersten Partner hat Ellen Masalski eine Tochter – Rosemarie (76). Die Linie setzen Enkelin Patricia (49) und Urenkelin Raffaela (27) fort. Ganz in Familie – und mit Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung – feiert die Jubilarin ihren runden Geburtstag.

Dass das möglich ist, schreibt sie ihrer Lebensführung zu: viele Jahre sei sie im Frei- oder Hallenbad ein bis zwei Stunden schwimmen gegangen und immer eher gelaufen als gefahren. „Das Geld habe ich lieber gespart.“ Und sie verzichtet auf Socken und Hemd. „Ich war nie krank“, fasst sie das Ergebnis dieser Abhärtung zusammen. Nur zu besonderen Anlässen sei sie vom Strumpf-Verzicht abgewichen – im Theater. Jahrelang hatte sie ein Karten-Abo. Und dafür hat sie sich dann auch gern in Schale geworfen. „Ich war eine Leseratte“, sagt die Jubilarin. Krimis und Liebesgeschichten habe sie gleichermaßen verschlungen. Neuerdings schalte sie dafür aber lieber den Fernseher an. Ganz wichtig ist ihr auch eine positive Einstellung und ein freundliches Wort. „Es gibt Menschen, die sehen alles pessimistisch und sind nie zufrieden“, sagt Ellen Masalski und distanziert sich davon: „Ich finde es nicht schön, wenn einer meckert.“ Genauso wie Unfreundlichkeit lehnt sie aber auch Wehleidigkeit ab. Mit ihrem Leben hat sie ein Stück weit abgeschlossen. „Ein bisschen bleibe ich aber noch“, sagt sie und ihre Augen leuchten.

Von Helge Treichel

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