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Oberhavel Weiter Ärger um abgesagte Schlagerparty
Lokales Oberhavel Weiter Ärger um abgesagte Schlagerparty
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06:40 07.07.2015
Michael Wendler hätte als einer von vielen Stars bei der Schlagerparty auftreten sollen. Quelle: imago stock&people
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Oranienburg

Noch immer ist unklar, warum das Schlagerevent „Party Allstars“ abgesagt worden ist. Das Konzert mit Jürgen Drews und Michael Wendler sollte am 12. Juli im Schlosshof stattfinden.

Inzwischen hatte sich am Wochenende Veranstalter Robert Stresemann per E-Mail bei der MAZ gemeldet. Die Frage, warum das Event – wie auch das in Neubrandenburg – abgesagt worden ist, beantwortete er darin nicht.

Veranstalter erhebt Vorwürfe gegen Stadtverwaltung

Er verwahrte sich gegen den Eindruck, dass sein Unternehmen „DeinEvent24“ kein Sekretariat habe. Diese Struktur gebe es, so Stresemann. Gleichzeitig erhebt er Vorwürfe gegenüber der Stadtverwaltung. Eine Sprecherin sagte am Freitag, er habe den Mietvertrag für den Schlosshof nie unterschrieben. Dazu Stresemann: „Es wurde der Vertrag dreimal in doppelter Ausführung unterzeichnet. Jedoch kam, obwohl es zuvor von der Stadt zugesagt wurde, nie ein gegengezeichneter Vertrag zurück.“ Im Februar habe er nachgefragt und erneut den Vertrag per Einschreiben geschickt, auch da sei keine Antwort gekommen, vor einigen Wochen habe er ihn ein weiteres Mal verschickt.

Eike-Kristin Fehlauer von der Stadtverwaltung sagte am Montag: „Die vom Veranstalter aufgestellte Behauptung, er hätte uns mehrmals einen unterzeichneten Vertrag zugeschickt, auf den wir nicht reagiert haben, ist schlicht falsch. Wir weisen diese Behauptung entschieden zurück.“ Die Stadt Oranienburg habe bis heute keinen unterzeichneten Vertrag. Es habe von ihm lediglich im April eine Nachfrage gegeben, „woraufhin wir den Vertrag erneut zugeschickt haben“, so Fehlauer.

Am Oranienburger Schloss sollte das Event stattfinden. Quelle: Robert Tiesler

In der Verwaltung gebe es eine Akte über den Vorgang, die den Schriftverkehr genau dokumentiert. Danach ist im September 2014 der Termin für das Event festgelegt, im Januar 2015 ist dem Veranstalter der Vertrag zugeschickt worden. Nicht im Februar, sondern im April sei die Nachfrage gekommen, auf die die auch Stadt reagiert habe.

Was passiert mit den gekauften Tickets?

In der Touristinformation sind 47 Eintrittskarten verkauft worden. Die dortigen Käufer erhalten ihr Geld zurück, denn die TKO habe mit Stresemann ausgehandelt, dass erst nach dem Konzert das Geld an ihn überwiesen wird. Das Geld dafür sei noch vorhanden, so Eike-Kristin Fehlauer. Stresemann bestätigt das, stellt die Verhandlungen aber anders dar. Wie er sagt, hätte die TKO einmal im Monat die Einnahmen abzüglich Provision überweisen sollen.

Kartenverkäufer widersprechen Veranstalter

Was ist mit den Tickets, die in Theaterkassen wie der MAZ-Ticketeria gekauft worden sind? Laut Robert Stresemann zahlt die Agentur CTS das eingenommene Geld erst nach dem Konzert aus, es sei in deren Besitz. Wie ein Sprecher von CTS am Montag sagte, sei dem nicht so. Die Lage sei ungeklärt, hieß es. Laut CTS habe der Veranstalter bereits Abschlagzahlungen erhalten, so lange das Geld nicht zurück komme, könne auch nichts zurückgezahlt werden.

Das steht nach der Konzertabsage auf der Internetseite des Veranstalters. Quelle: Robert Tiesler

Veranstalter reagiert nicht auf Rückfragen

Auf Rückfragen der MAZ vom Wochenende hat Robert Stresemann bislang nicht reagiert: Warum ist das Konzert abgesagt worden? Wie viele Tickets wurden verkauft? Was ist aus „DeinEvent24“ geworden? Warum wird auf Anfragen bei Facebook nicht reagiert? Auch telefonisch war Stresemann am Montag nicht zu erreichen.

Von Robert Tiesler

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