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Oberhavel Abschied und Neuanfang
Lokales Oberhavel Abschied und Neuanfang
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00:20 08.12.2017
Der bisherige Hafenmeister Hans-Dieter Zander und sein Nachfolger Thomas Ahrens am Schlosshafen in Oranienburg. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Oranienburg scheint sich für Thomas Ahrens als Glücksgriff zu entpuppen. Privat und nun auch beruflich. Der Rostocker (43) lernte im Februar übers Internet eine Frau aus Oranienburg kennen und zog vier Monate später zu ihr. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagte er sich und gewann. Er sei sehr glücklich, sagt er. Als er nach Oranienburg zog, gefiel im gleich die Lage am Wasser. Er „komme nunmal vom Wasser“, hier könnte er auch arbeiten, sagte er sich. Doch zunächst fand er Anstellung bei der Müllabfuhr in Berlin. Dann las er in diesem Sommer die Anzeige der Stadt Oranienburg auf Facebook, dass ein Hafenmeister gesucht werde. „Nichts wie hin“, beschreibt Thomas Ahrens seine Reaktion. Er setzte sich sofort ins Auto und fuhr zum Hafen Oranienburg. Dort lief er dem Geschäftsführer der Tourismus- und Kultur Oranienburg gGmbH (TKO) , Jürgen Höhn, in die Arme. Der nahm ihn gleich mit zum Gespräch. „Wenn das keine Fügung ist“, ging es ihm durch den Kopf. Am Abend des selben Tages steckte er seine Bewerbung in den Briefkasten.

Seit 1. Dezember ist Thomas Ahrens nun der neue Hafenmeister von Oranienburg. Er löst Hans-Dieter Zander ab (64), der zum 1. Januar 2018 in den Ruhestand geht. Zander arbeitet seinen Nachfolger jetzt ein. Eine günstige Zeit, denn im Winter würden zum Beispiel die Steganlagen überholt und die neuen Verträge für Standplätze der Reisemobile und für die Liegeplätze der Boote für die neue Saison ab März vorbereitet. Ab Ostern geht die Reisewelle sowohl zu Land als auch zu Wasser so richtig los. Dann hat der Hafenmeister stets einen Zwölf- bis 14-Stunden-Tag. Denn meist trudeln die Gäste gegen 18 Uhr ein, oft werde es sehr viel später. Dann ist die Liege- oder Standgebühr zu kassieren, erklärt der Hafenmeister, wie die Chipkarte zum Hafengebäude funktioniert, wo Sanitärräume genutzt werden können.

Dies alles ist für Thomas Ahrens nichts Neues, denn er hat etliche Jahre am Kreuzfahrtterminal als Festmacher gearbeitet, die großen Schiffe an den Pollern festgemacht. Im Überseehafen Rostock war er später stellvertretender Operator, Der gelernte Koch und Stuckateur „wuselte“ sich in diese Aufgabe hinein, koordinierte die Arbeitskräfte, war „Mädchen für alles“. Nun also Hafen Oranienburg. Er freut sich drauf. Er sei nun mal „einer vom Wasser“ und arbeite gerne am Wasser.

Im Hafen Oranienburg machen pro Saison bis zu 1800 Schiffe fest und bis zu 5000 Reisemobile Station. Um die 14 000 Gäste frequentieren damit den Hafen. Auch im Winter gibt es noch Gäste in Reisemobilen. Diese würden mit der Bahn nach Berlin fahren, zum Beispiel zu Silvester, um dort zu feiern. Generell werde Oranienburg als Basis für Fahrten zur Ostsee, zur Müritz oder in den Süden von Berlin gut angenommen, erzählt Hans-Dieter Zander. Dieser freut sich, dass trotz des schlechten Sommerwetters in diesem Jahr der Umsatz von rund 100 000 Euro gehalten und erneut eingebracht werden konnte.

Und was macht Hans-Dieter Zander im Ruhestand? „Na, auf nach Schweden“, sagt er strahlend. Zander hat seit Jahren ein Häuschen in Südschweden. Er sei ein Liebhaber der Natur und von Skandinavien. Seit 2010 war er der Hafenmeister von Oranienburg, habe den Hafen samt Parkplatz für Reisemobile und sämtlicher Außenanlagen mit aufgebaut. „Ich hatte so viel Publikumsverkehr, dass ich mich jetzt auf die Abgeschiedenheit und absolute Ruhe freue.“ Gleich im Januar des neuen Jahres macht sich Zander auf den Weg nach Schweden.

Von Marion Bergsdorf

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