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Oberhavel Abwasser: Sonderabfuhren kosten extra
Lokales Oberhavel Abwasser: Sonderabfuhren kosten extra
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16:50 13.07.2016
Das Klärwerk in Kremmen. Quelle: Robert Roeske
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Schwante

Eigentlich verfügt das Forsthaus in Sommerswalde über eine ausreichend große Abwassergrube. „23 Kubikmeter, das ist der neueste Stand“, sagt Betreiber Andree Franke. Doch nun reicht sie nicht mehr wirklich aus.

Bislang pumpte die Awu einmal pro Woche ab, jetzt aber ist der Turnus geändert worden. Neuerdings ist der Abwasserzweckverband in Kremmen selbst für die Abholung zuständig, und die Lkw kommen nur noch alle drei Wochen. „Damit kommen wir nicht hin“, so Andree Franke. Er muss öfter abpumpen, aber das kostet nun extra. Der Unternehmer rechnet mit Mehrkosten von 500 bis 800 Euro im Jahr. Aber nicht nur das ist ein Problem: Die Sonderfahrten müssen vorher angemeldet werden. Auch das sei schwierig, weil man das kaum kalkulieren könne.

Auch Michael Rensch aus Schwante ist verärgert über den Kremmener Zweckverband. „Eine Reihe von Bürgern kann den dreiwöchigen Rhythmus nicht halten“, sagt er. „Sie haben zu wenig Speicherkapazität für das Abwasser. Die Kosten erhöhen sich somit erheblich, und der Unmut ist groß.“

Er ärgert sich vor allem, dass zwar im Allgemeinen die Abwassergebühren gesenkt worden sind. „Aber dafür müssen die anderen nun bluten“, beschwert er sich. In Schwante hat sich nach seinen Angaben nun eine lockere Interessengemeinschaft gegründet. Zu ihr gehört auch das Ortsbeiratsmitglied Uta Hoffmann.

In der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Oberkrämer sprachen die Betroffenen das Thema an. Bürgermeister Peter Leys (BfO) kündigte an, mit dem Zweckverband – dessen Mitglied er auch selbst ist – sprechen zu wollen.

Helmut Jilg, Geschäftsführer des Zweckverbandes in Kremmen, sagt, dass es sich bei diesem Problem um fünf Betroffene handelt. „Bisher war die Awu in Velten für die Abfuhr verantwortlich“, erklärt er. Doch die Kosten dafür seien hoch gewesen, in den vergangenen zwei Jahren sei die Abwassergebühr des Kremmener Zweckverbandes um zwei Euro gedeckelt gewesen. Mussten die Kunden nur 5,02 Euro pro Kubikmeter zahlen, hätten es eigentlich 7,18 Euro sein müssen. Für die Kremmener ein großes Minusgeschäft, so Jilg.

Helmut Jilg, Geschäftsführer vom Zweckverband. Quelle: Robert Tiesler

Nach längeren Diskussionen habe man umgesteuert. Der Zweckverband macht die Abfuhr nun selbst mit zwei Wagen, an vielen Anlagen seien zudem Absaugstutzen installiert worden, so dass die Bewohner nicht zwingend bei der Abfuhr dabei sein müssen. In der Regel werde nun alle drei Wochen abgepumpt.

Positiv für die meisten betroffenen: Der Preis für die dezentrale Entsorgung ging sogar nach unten, nämlich auf 4,74 Euro pro Kubikmeter – für Hausbesitzer, die den Absaugstutzen installiert haben. Wie Helmut Jilg sagt, habe das Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys so mitbeschlossen.

Dass die fünf Betroffenen, die zusätzliche Kosten haben, dennoch sauer sind, dafür hat Helmut Jilg Verständnis. Er bot Gespräche an, um die Situation zu klären. „Zu irgendwas raten kann ich momentan aber nicht“, so Jilg weiter.

Auch Peter Matschke, der stellvertretende Bürgermeister von Oberkrämer, will den Betroffenen nochmals die Möglichkeit geben, mit dem Zweckverband Gespräche zu führen. Im August soll es so weit sein. „Auch um zu erklären, warum die Lage so ist, wie sie ist“, so Matschke. Danach müsse jeder für sich mal durchrechnen, was sich dann lohnt.

Von Robert Tiesler

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