Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Abwasser wird teurer
Lokales Oberhavel Abwasser wird teurer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:06 22.10.2013
Gegen die Erhöhung für Altanschließer hatten sich 2012 in Potsdam Protestanten gewährt. Quelle: Michael Hübner
Anzeige
Zehdenick

Die Zehdenicker werden ab Januar deutlich mehr für ihr Abwasser bezahlen müssen. Voraussetzung ist, dass die Stadtverordneten der neuen Gebührenkalkulation des Entwässerungsbetriebes zustimmen. Die Havelstadt reagiert damit auf die kommunalrechtlichen Vorgaben, die sich aus der juristischen Entscheidung zu Altanschließergebühren ergeben. Da der Entwässerungsbetrieb aber nicht die Altanschließer zur Kasse bittet, sondern alle bislang gezahlten Beiträge der Neuanschließer zurückzahlt, entsteht ein Loch im Etat des Unternehmens von 2,7 Millionen Euro. Das Geld müssen nun die Verbraucher mit ihren Gebühren aufbringen.

Pro Kubikmeter Abwasser, der in einem Zehdenicker Haushalt anfällt und über die Kanalisation abgeführt wird, sind ab 1. Januar 2014 3,89 Euro zu bezahlen. Bislang waren es 3,42 Euro. Die Grundgebühr bleibt gleich – 9,91 Euro im Monat. Für Grubenbesitzer liegt sie bei 92,04 Euro. Deren Mengengebühr steigt von 4,45 auf 4,53 Euro. Insgesamt sind 98,2 Prozent aller Grundstücke an die Kanalisation angeschlossen.

Ein Zehdenicker, der laut Modellrechnung des Entwässerungsbetriebes pro Jahr im Schnitt 30 Kubikmeter Abwasser produziert, zahlte bislang insgesamt 222 Euro im Jahr. Künftig werden 235,10 Euro fällig. Macht bei einem Vier-Personen-Haushalt zusätzliche Ausgaben von 52,40 Euro. Die Gebühren wurden angehoben, obwohl der Entwässerungsbetrieb im vergangenen Jahr einen Gewinn von 271 299,52 Euro erzielt hat. Auch in den Vorjahren gab es ein Plus. Das angesparte Geld wird nun für die Rückerstattung der Kanal-Anschlussbeiträge verwendet. Um die komplette Summe von 2,7 Millionen Euro aufbringen zu können, muss der Eigenbetrieb sogar einen Kredit aufnehmen.
 

Die Stadt reagiere jetzt auf eine juristische Entscheidung, die darauf abzielt, Altanschließer wie Neuanschließer zu behandeln, begründet Stadtwerkechef Uwe Mietrasch am Mittwoch im Werkausschuss des Eigenbetriebes den Schritt zur Gebührenerhöhung. Ohne die zusätzlichen Kosten wären die Gebühren sogar gesenkt worden, da das Unternehmen konstant Gewinne einfahre.

Hätten die Altanschließer jedoch nachträglich zahlen müssen, wie es vielerorts praktiziert wird, wäre so mancher Haushalte in finanzielle Bredrouille geraten, sagte Hartmut Leib (SPD). Auch für die beiden Wohnungsunternehmen der Stadt wäre der Einschnitt tief gewesen. Zehdenick beschreite nun einen anderen Weg. Angesichts der zu zahlenden Summe bezeichnete Hermann Reichl (CDU) die Gebührensteigerung als moderat. Der einzelne werde dafür nicht gerade Beifall zollen, allerdings musste eine tragbare Lösung gefunden werden.

Details zu Gebühren und Rückzahlung

  • Die alte Abwassermengengebühr für Kanalkunden lag seit 2008 immer beim gleichen Wert. In den vergangenen Jahren hat der Entwässerungsbetrieb stets gute Gewinne erzielt. Die Gebühren wurden nicht gesenkt, weil das Unternehmen handlungsfähig sein und weiterhin Investieren wollte, sagte Stadtwerkechef Uwe Mietrasch, der für die Havelstadt den Eigenbetrieb Abwasser führt.
  •  Die Satzung der Rückerstattung von Anschlussbeiträgen soll am 1. Januar in Kraft treten. Das Geld wird innerhalb von neun Monaten an jene gezahlt, die am Tag des Inkrafttretens ein betreffendes Grundstück besitzen. Der Eigenbetrieb wird die Besitzer anschreiben.

Von Andreas Röhl

Oberhavel Bis zum Mittag nur 31 Raser erwischt - Bei Regen funktioniert der Laser nicht

Fast alle Autofahrer wussten, wo am Donnerstag im Landkreis Oberhavel die Blitzer stehen. Nur wenige waren zu schnell unterwegs. Und das Wetter machte den Polizisten auch zu schaffen. Die Polizeidirektion Nord räumte ein, dass wegen des Wetters und regennasser Straßen nur wenig Raser festgestellt worden seien. Denn dann kann nicht kontrolliert werden.

22.10.2013
Oberhavel Die meisten Kraftfahrer hielten sich ans Tempolimit - Kaum einer schneller, als die Polizei erlaubt

Der Himmel war zeitweise mit den Kraftfahrern im Bunde. Nachdem die drei Revierpolizisten Thomas Schröder, Lothar Meinke und René Güldener das Lasergerät Donnerstag in Fürstenberg an der B 96 auf Höhe des Schlosses aufgebaut hatten, mussten sie die Messung wegen Starkregens auch mal unterbrechen. Bei heftigem Niederschlag funktioniert die Technik nicht.

22.10.2013
Oberhavel Sport- und Begegnungsstätte soll umgesetzt werden - Zehlendorfer machen ernst

Rund 300 Frauen, Männer und Kinder sind jede Woche auf dem Platz von Post Zehlendorf aktiv. Sie kommen nicht nur aus dem Ortsteil, viele auch aus Schmachtenhagen und Wensickendorf. Damit sie künftig mehr Platz haben, hat ein Architekt einen Entwurf für ein neues Begegnungszentrum vorgelegt. Finanziert werden soll der mit EU-Geldern.

22.10.2013
Anzeige