Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Ärger mit Hunden im Wald
Lokales Oberhavel Ärger mit Hunden im Wald
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:25 07.08.2017
Die 27-jährige Hundehalterin mit Husky Angel (l.) und Cooper, einem stattlichen Alaskan Malamute. Quelle: Helge Treichel
Bergfelde

Seitdem sie Ende Juni mit einem demolierten Fahrrad in den Brennnesseln landete, meidet Caroline S.* das Bergfelder Waldgebiet rund um den Herthasee. Ein freilaufender Hund hatte sie vom Rad gerissen. Bereits mehrfach wurden sie und ihre Hunde im Wald attackiert. Einmal konnte sie gerade noch vom Rad springen, als ein vom Jagdfieber auf ein Kaninchen gepackter Hund vor ihr vorbeischoss. Sie kam bislang unverletzt mit dem Schrecken davon. Aber nach dem jüngsten Vorfall schrieb sie ans Ordnungsamt in Hohen Neuendorf. Von dort wurde sie an die Forstbehörde verwiesen. Ordnungsbehördliche Belange des Waldes würden in deren Zuständigkeit fallen, so die Begründung. Also wandte sich die 27-Jährige an die mitgelieferte Adresse.

Auch solche kleinen Kunststückchen haben die Lieblinge von Caroline S. drauf. Quelle: Helge Treichel

Die Antwort hat sie ein bisschen sprachlos gemacht. Die Situation sei der unteren Forstbehörde bekannt, heißt es in dem Schreiben. „In Schildow und Glienicke/N. ist es noch viel schlimmer“, schreiben die Förster. Die Revierleiter würden Flächen von jeweils rund 10 000 Herktar Größe betreuen „und können nicht jedes einzelne Waldgebiet kontrollieren“. Und dann kommt das, was die Bergfelderin fassungslos macht: „Wir sehen auch für Waldflächen die Ordnungsämter mit in der Pflicht. Schließlich müssen die Hundehalter dort die Hundesteuer entrichten. Was machen die Gemeinden eigentlich mit den Einnahmen?“

„Hier schieben sich die Behörden gegenseitig die Zuständigkeit in die Schuhe und niemand will helfen“, stellt Caroline S. fest und wendet sich verärgert an die MAZ. Genauso ärgert sie sich aber auch über Hundehalter, die ihre Tiere trotz der Hinweisschilder zur Leinenpflicht frei im Wald laufen lassen. „Und wenn diese dann andere Tiere angreifen, heißt es immer: ,Ach das hat er ja noch nie gemacht!’“ Der Halter jenes Hundes, der sie vom Fahrrad gerissen hatte, habe nicht einmal den Anstand besessen, ihr aufzuhelfen oder nach dem Befinden zu fragen. Er habe seinen Spaziergang völlig unbeeindruckt fortgesetzt. Diese Situation ist für die junge Frau unerträglich.

So sieht es aus, wenn Cooper und Angel mit dem Dogscooter trainieren. Quelle: privat

Über den reflexartigen Vorwurf, sie sei eine Hundehasserin, ist Caroline S. erhaben: Sie und ihr Mann halten einen zweijährigen Alaskan Malamute und einen im Oktober 2016 geborenen Husky. Gern würden sie ihren Dogscooter von den beiden durch den Wald ziehen lassen. Wegen einiger rücksichtsloser Hundehalter mussten sie inzwischen auf hartes Straßenpflaster ausweichen – und in die Prignitz, wo die Eltern wohnen. Sie wünschen sich mehr Rücksichtnahme.

„Muss eigentlich immer erst etwas Schlimmes passieren, damit die Verantwortlichen aktiv werden“, fragt Caroline S. und verweist auf die zahlreichen Kindergruppen, die sich im Wald aufhalten. Der Förster hatte sie in seiner Antwort davor gewarnt, Hunde mit dem Rad auszuführen. Durch vielfältige Ablenkungen könne es zum Sturz kommen. Und falls sie noch einmal durch andere Hundehalter so in Bedrängnis gebracht wird, könne sie auch eine Anzeige bei der Polizei machen.  *Name geändert

Gesetzliche Grundlagen

In Brandenburg gelten die Hundehalterverordnung und das Landeswaldgesetz. Letzteres besagt: „Hunde dürfen nur angeleint mitgeführt werden.“ Eine Ausnahme bilden Jagdhunde während ihres Einsatzes und Polizeihunde. (§ 15)

Ein Verstoß gegen die Leinenpflicht gilt als Ordnungswidrigkeit. Hierbei werden Bußgelder verordnet.

Geldbußen bis zu maximal 50 000 Euro können dabei anfallen. Generell fällt der Betrag jedoch um einiges geringer aus.

Von Helge Treichel

Nach dem Tod von Horst Eichholz, dem Gründer des Tier- und Freizeitparks Germendorf, führt die Familie den Park in seinem Sinne weiter. Zunächst waren Gerüchte aufgekommen, die Anlage werde verkauft. Dem ist aber nicht so, wie Sohn Torsten Eichholz bekräftigt.

30.07.2017
Oberhavel „Resist to Exist“ in Kremmen - Eine Schlammwiese wartet auf die Punker

Zum zweiten Mal findet in Kremmen das Festival „Resist to Exist“ statt. Am 4. August soll es losgehen. Die Fläche gehört dem Landwirt Christoph Brunner. Am Mittwoch schaute er sich auf dem Feld um – momentan steht es durch die Regenfälle unter Wasser. Bis nächste Woche kann sich aber noch viel ändern.

27.07.2017

Seit zehn Jahren betreibt die Hennigsdorferin Steffi Sindermann das Restaurant „Die Buhne“ in Nieder Neuendorf. Auf der Karte finden sich keine klassisch-deutschen Gerichte, das Menü sei vielmehr einzigartig. Der Koch Pawel Jaskowiak lasse sich ständig neue Kreationen einfallen.

26.07.2017