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Oberhavel Ärger mit der Krankenkasse
Lokales Oberhavel Ärger mit der Krankenkasse
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20:30 12.08.2014
Quelle: Martin Schutt
Liebenwalde

Seit acht Monaten kämpft Ingrid Schulz um medizinischen Hilfebedarf für ihre Enkeltochter Sabrina. Die 18-Jährige ist körperlich und geistig behindert und leidet unter anderem an einer Fehlstellung der Zehen. Längeres Stehen oder Laufen sind für sie beschwerlich. „Wir haben es schon mit verschiedenen Schuhen versucht, aber Sabrina bekommt immer wunde Füße“, sagt die 61-jährige Großmutter, die der gesetzliche Vormund ist.

Linderung sollen Korrekturschuhe schaffen, die speziell angefertigt werden müssen. Der behandelnde Orthopäde in Gransee stellte nach Auswertung von Röntgenaufnahmen ein Rezept dafür aus. Die Krankenkasse lehnt die Übernahme der Kosten in Höhe von rund 900 Euro bislang allerdings ab. Die medizinische Notwendigkeit sei nicht gegeben, heißt es in der Begründung der AOK-Nordost.

Das Verfahren zieht sich jetzt über mehrere Monate. Für Sabrina drängt die Zeit. Sie wird ab September in der Behindertenwerkstatt Zehdenick arbeiten. Ihre Großmutter fragt sich, wie das gehen soll. „Ohne ordentliche Schuhe leidet sie Schmerzen“, sagt Ingrid Schulz, die nun Widerspruch gegen die Entscheidung der AOK eingelegt hat.

Die Krankenkasse empfahl der Familie zwischenzeitlich, die Schuhe selbst zu erwerben. Der Arzt könne dazu dann Einlagen oder Zurichtungen verordnen, heißt es in einem Schreiben. „Wir können uns das nicht leisten, die Schuhe selber zu bezahlen“, sagt Ingrid Schulz. Momentan trägt ihre Enkeltochter Sandalen. Im Schrank steht noch ein Paar Winterschuhe. „Aber damit kann ich sie jetzt nicht gehen lassen.“

Halt für die Füße

Korrekturschuhe oder auch orthopädische Maßschuhe sind Spezialschuhe für Fußkorrekturen, Stabilisierungen und andere Indikationen. Jeder Maßschuh wird individuell angefertigt.
Die 18-jährige Sabrina Schulz leidet an einer Deformation der Füße, insbesondere an einer Fehlstellung der Zehen. Anstelle von Maßschuhen wurde auch eine Operation empfohlen. Die lehnt Großmutter Ingrid Schulz, mit Verweis auf den Gesundheitszustand der Enkeltochter, ab.

Nach Darstellung der AOK würden Korrektursicherungsschuhe in der Wachstumsphase für Kinder und Jugendliche empfohlen. „Im Erwachsenenalter geht es um die Frage der medizinischen Indikation von orthopädischen Maßschuhen. Diese wurde nach gutachterlicher Stellungnahme durch den Medizinischen Dienst nicht gesehen und die Leistung zunächst abgelehnt“, erklärte Pressesprecherin Gabriele Rähse auf MAZ-Nachfrage. Der behandelnde Orthopäde widerspricht dem. „Korrekturschuhe werden unabhängig vom Alter verordnet, wenn sie notwendig sind“, betonte der Mediziner Wolf-Dieter Wagner. Zum Fall selbst äußerte er sich mit Verweis auf die Schweigepflicht nicht.

Eine abschließende Entscheidung sei laut AOK erst nach dem Widerspruchsverfahren möglich. Dazu sei eine weitere Bewertung durch den Medizinischen Dienst erforderlich. Einen Termin für die Untersuchung hat Ingrid Schulz erhalten, diesen aber abgesagt. „Ich kann mit Sabrina nicht bis nach Berlin fahren. Die lange Zugfahrt wäre zu beschwerlich für sie“, schildert die Großmutter.

Von Cindy Lüderitz

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