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Ärger über Knöllchen und zu wenig Verständnis

Oranienburg Ärger über Knöllchen und zu wenig Verständnis

Holger Krebs hatte im April sein Motorrad auf dem Gehweg abgestellt. Die 20 Euro hat er dafür bezahlt, wünscht sich aber, dass am Bahnhof auch mal an Stellplätze für Motorräder in Zukunft gedacht wird.

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Der „Tatort“ Anfang April. Holger Krebs schlägt vor, hier drei Motorradstellplätze zu markieren. Das würde helfen und niemanden behindern.

Quelle: privat

Oranienburg. Holger Krebs aus Lehnitz geht die Sache nicht aus dem Kopf. Der Ärger kommt immer wieder hoch, wenn er nach Oranienburg fährt. Auch wenn die Sache schon acht Wochen zurückliegt. Holger Krebs ist Motorradfahrer, „da kommt man oft schneller durch und ist beweglicher“. Oft sei er auch am Bahnhof Oranienburg unterwegs, wie an diesem 4. April 2017. Er wollte zum Postamt, etwas erledigen. Die Sache dauerte weniger als eine halbe Stunde. Er stellte seine BMW-Maschine auf dem Seitenstreifen vor am Bahngrundstück mit den Trafostationen ab.

„Ich war in der Zwickmühle und habe es dann bewusst dort abgestellt. Hier ist kein Fußgänger unterwegs, kein Radweg, das Motorrad ist gut zu sehen, es behindert niemanden.“ Die wenigen Autoparkplätze waren belegt, erinnert er sich. „Und was denken Sie, was ich zu hören bekommen, wenn ich mit einem Motorrad einen der wenigen Parktaschen gerade an dieser Stelle blockiere“, weiß er aus Erfahrung. Zudem gibt er zu bedenken: „Wo soll ich am Motorrad eine Parkscheibe anbringen?“, fragt er. „Überall standen Fahrräder rund um die Post, es gibt einfach keinen Platz, um ein Motorrad abzustellen“, bedauert der Lehnitzer.

Es kam, was kommen musste, Holter Krebs bekam ein „Knöllchen“. 20 Euro Verwarngeld musste er bezahlen wegen Parkens auf dem Gehweg. „Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben sicher Recht, aber auch einen Ermessensspielraum, den sie hätten nutzen können“, findet der Lehnitzer. „Ich habe mitgedacht und bin dafür bestraft worden“, ärgert er sich bis heute. Er habe das persönliches Gespräch mit der zuständigen Mitarbeiterin des Ordnungsamtes der Stadt gesucht, das Problem „ganz sachlich geschildert, aber sie hat völlig auf stur gestellt“. Er solle ein Parkkarte ziehen und sich auf einen Autoparkplatz stellen. „Wo soll ich den Zettel den denn anbringen?“

Holger Krebs hat sein Knöllchen ordnungsgemäß bezahlt. Aber der Ärger stößt ihm immer wieder auf. „Es macht einfach keinen Spaß nach Oranienburg zu fahren, wenn man nicht weiß, wo man sein Fahrzeug lassen soll“, empfindet der Lehnitzer. Ihn ärgert vor allem, dass man „nicht mal zuhört, um gemeinsam vielleicht ein Problem im Interesse vieler zu lösen“, ärgert er sich.

Sein Vorschlag: An besagtem „Tatort“ vom 4. April drei Motorradstellplätze aufzumalen, vielleicht auch abzugrenzen, wenn dort Besucher Richtung Gedenkstätte unterwegs sind. Damit wäre Motorradfahrern geholfen, kein Auto-Parkplatz blockiert und niemand werde behindert. Holger Krebs hofft, dass im Konzept für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes mit Fahrradhaus, neuem Bus-Bahnhof und Taxi-Flächen auch an Motorradparkflächen gedacht wird.

Nach dem bisherigen städtebaulichen Entwicklungskonzept sind 14 zeitlich begrenzte Parktaschen vorgesehen und eine Fahrradhaus. Motorradstellflächen gibt es lediglich auf dem Park-&-Ride-Platz an der Stralsunder Straße.

Von Heike Bergt

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