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Ärger um einen „Straßen-See“

Oranienburg Ärger um einen „Straßen-See“

Anwohner beklagt am Lesertelefon den schlechten Zustand der Saalfelder Straße in Oranienburg-Süd. Baustadtrat stellt Planung für den Ausbau für 2018 in Aussicht, der soll dann aber erst zwei Jahre später erfolgen.

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Elke Maruhn mit ihrem Rollstuhl am riesigen Wasser, das sich bei Regen am Eingang zur Saalfelder Straße bildet. Auch rechts und links daran vorbei zu kommen, ist für sie kaum möglich.

Quelle: privat

Oranienburg. Hans-Joachim Maruhn hat die Faxen dicke: Der Zustand der Saalfelder Straße vor seiner Haustür sei miserabel. Zwar sei die Sandstraße mal glattgeschoben und auch mit Recycling aufgefüllt und worden, „doch da lese ich jeden Tag Schrauben und Klammern raus. Das ist Recycling von der Bahn, da fährt man sich doch die Reifen kaputt. Das feine Material wäscht sich weg, das spitze Zeug bleibt liegen“, ärgert er sich.

Seitdem der Kreisverkehr vor der neuen Comeniusschule gebaut worden ist, habe sich der Straßenzustand weiter verschlechtert: Sobald es regnet, bilde sich ein riesiger See am Eingang zur Saalfelder Straße. „Die Senke ist dann knöcheltief. Das ärgert hier alle, aber ich bin der Einzige, der für die vielen alten Leute hier spricht. Mit dem Rollstuhl kommt man an dem See nicht vorbei.“

Den Kreisel hält er für eine Fehlinvestition: „Selbst die Lehrer fahren da schnell mal links drüber und parken in unserer Straße, wenn es kurz vorm Klingeln ist.“ Und, dass das Wasser hier stehen bleibe, sei logisch, „denn die neugebauten Gullys am Kreisel liegen viel höher als die Fahrbahn der Saalfelder Straße. Da kann nichts weglaufen.“ Die Anwohner wollten keine Luxusstraße, „aber unsere Grünstreifen ist weggefahren seitdem Eltern und Lkw mit den Autos in allen angrenzenden Straßen halten“. Was früher gepflegt ausgesehen habe, sei nun in schlechtem Zustand, beklagt Maruhn.

Dass sich an den vielen Sandstraßen unter anderem in Süd schnell etwas ändert, da kann Baustadtrat Frank Oltersdorf wenig Hoffnungen machen. Gerade jetzt, wo Oranienburg wegen des Zuzugs vor allem Kitas und Schule brauche, sei kaum Geld für Straßen da.

Trotzdem scheint es für die Saalfelder Straße einen Lichtblick zu geben. Im kommenden Haushaltsjahr soll, sofern der Etat 2018 in diesem Punkt beschlossen wird, der Neubau dieser Straße zunächst geplant werden. Gebaut würde zwei Jahre später.

Beim grundhaften Ausbau mit neuer Fahrbahn, Beleuchtung und Gehwegen sind dann allerdings auch die Anwohner mit Anliegerbeiträgen bei der Finanzierung mit im Boot.

Von Heike Bergt

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