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Ärztehaus kommt

Gransee Ärztehaus kommt

Jahrelang haben die Granseer gerätselt, was mit dem ehemaligen Gebäude „Für Technik und Haushalt“ geschehen soll. Dem Wunsch nach einem Ärztehaus wurde nachgegangen. Architekten können sich jetzt in einem Ideenwettstreit überbieten.

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An der Stelle wird eines Tages das Ärztehaus stehen.

Quelle: Stefan Blumberg

Gransee. Ein Ärztehaus mitten in der Stadt – die langgehegten Pläne werden immer konkreter. Die Grundlagen für deren Umsetzung sind längst in Gang gebracht und werden forciert. Es wird ein Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben. Das Herzstück des Projektes wird das jetzige Gebäude in der Rudolf-Breitscheid-Straße 30 und 31 sein. Vier Arztpraxen sollen in der Immobilie Platz finden. Darüber informierte Manfred Richter, Fachbereichsleiter in der Amtsverwaltung, am Donnerstagabend im Stadtentwicklungsausschuss.

Ausschreibung erfolgt europaweit

Im Sommer wird der Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Diese Verfahrensweise praktiziert die Stadt das erste Mal überhaupt. Der Wettbewerb ist zwingend, da es für den Bau des Ärztehauses EU-Fördermittel gibt und die Investitionssumme die Zwei-Millionen-Marke überschreitet. „Die Ausschreibung wird europaweit erfolgen. Wir müssen zwölf Bewerbungen begutachten und davon einen Entwurf auswählen“, sagt Manfred Richter. In der Jury sitzen aus Gransee Bürgermeister Mario Gruschinske, Nicci Klemme, Uwe Valentin, Nico Zehmke und Manfred Richter. Vertreter des Krankenhauses, des Denkmalschutzes und der Projektleitung sind ebenso dabei. Am 29. September werden sie über den Gewinner befinden. Das Mitmachen lohnt sich: Der Sieger erhält 10 000 Euro, der Zweite 6000 Euro, der Dritte 4000 Euro.

Die Architekten haben eine anspruchsvolle Aufgabe zu meistern. Das zu beplanende Areal beschränkt sich nicht nur auf die Rudolph-Breitscheid-Straße 30/31, sondern zieht sich bis zur Baustraße 55; exakt bis zum Rathaushof. Es erstreckt sich über zwei Grundstücke; eins gehört der Stadt, das andere der städtischen Gesellschaft Gewo, mit der gerade über einen Kauf gesprochen wird. Diesen Punkt kritisierte Sigrid Schlauer: „Ich hätte da mehr Transparenz gewünscht. Ich höre davon zum ersten Mal. Das Projekt an sich finde ich sehr gut.“

Von der Breitscheidstraße „hintenrum“ auf den Kirchplatz

Der Weg zwischen beiden Höfen soll komplett durchgängig sein, bis zum Kirchplatz gehen und mit dem Fahrzeug passierbar sein; dort entlang, wo jetzt das Gebäude der Regio Nord steht. Das Ärztehaus wird dreigeschossig mit 1000 Quadratmeter Nutzfläche gebaut. Vorgesehen sind die Räume für Allgemeinärzte und Fachärzte. Die Architekten werden angehalten, flexible Lösungen für die Nutzung zu finden. Ein Allgemeinarzt solle die Räume genauso nutzen können wie ein Facharzt. Für je zwei der vier Praxen müssten Gemeinschaftsräume eingeplant werden: Anmeldung, Lager, Labor, Umkleideraum könnten gemeinsam in Anspruch genommen werden. Eine weitere Frage: Wie ist das Areal, auf dem 15 Stellplätze für Autos Platz finden sollen, maximal nutzbar? Von den Architekten wird erwartet, dass sie Erweiterungsmöglichkeiten anbieten.

Ganz oben auf der Prioritätenliste: Das Gebäude muss barrierefrei sein. Manfred Richter: „Auch wer mit dem Auto gebracht wird, muss problemlos ins Ärztehaus kommen“, so Manfred Richter. Jahrelang wurde darüber gerätselt, was aus dem Haus „Für Technik und Haushalt“ werden könnte.

Von Stefan Blumberg

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