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Ärztehaus passt sich nahtlos ein

Gransee Ärztehaus passt sich nahtlos ein

Der Architektenwettbewerb für das neue Ärztehaus in Gransee ist gelaufen. Bis Anfang September konnten Bewerbungen für das Gebäude abgegeben werden. Acht Arbeiten gingen ein. Die drei Erstplatzierten stehen fest. Die Gewinner kommen aus Berlin.

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Thomas Rinne erläuterte den Entwurf seines Büros.

Quelle: Uwe Halling

Gransee. Der Architekten-Wettbewerb für den Neubau des Ärztehauses in Gransee ist entschieden. Das Büro Maronn/Rinne aus Berlin belegte den ersten Platz. Am Mittwoch wurde das Geheimnis gelüftet. „Das Gebäude muss ins Stadtbild passen“, sagte Thomas Rinne bei der Präsentation im Saal der Amtsverwaltung. So haben er und seine Kollegen das Ärztehaus auch entworfen. Aber die äußere Gestaltung war nur ein Aspekt, den das Preisgericht zu bewerten hatte. „Ausschlaggebend für uns war letztlich die Funktionalität“, sagt Manfred Richter, Fachbereichsleiter im Amt Gransee und Gemeinden. Da habe das Berliner Büro am meisten überzeugt, so das Jury-Mitglied.

Entwurf fügt sich in den Bestand ein

Der Entwurf des Berliner Büros für die Gebäude in der Rudolf-Breitscheid-Straße 30/31 („Technik & Haushalt!“) füge sich durch seine Fassadengliederung, der Aufnahme der Geschosshöhen des Bestandes und der Berücksichtigung der vorhandenen Trauf- und Firsthöhe behutsam in den Bestand ein, heißt es in der Begründung. Durch die Ausbildung einer schlichten Fassade , die sich horizontal in eine Ladezone im Erdgeschoss und die Praxisetagen im Obergeschoss ordnet, werde der neue Charakter erkennbar. Pluspunkte gab es auch für die beiden getrennten Zuwegungen für Pkw- und Personenverkehr, die beiden Fluchttreppenhäuser sowie die klaren Aufteilungen der jeweiligen Praxisräume. So werden die Besprechungs- und Behandlungsräume zur Straße angeordnet. Auch der energetische Aspekt wurde berücksichtigt. So würden unter anderem Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet.

Bürgermeister Mario Gruschinske: „Ich freue mich sehr über die Entscheidung der Jury für den ersten Preis. Noch mehr freue ich mich darüber, dass wir schon bald ein modernes und barrierefreien Ärztehaus in Gransee haben. Damit werden wir als Stadt Gransee unserer Verantwortung als zentraler Versorgungsort für die Menschen in unserer Stadt und insbesondere in den umliegenden Dörfern gerecht. Das Ja für das Ärztehaus war eine wichtige zukunftsweisende Entscheidung.“

Acht Entwürfe waren eingereicht worden. „Wir haben sie bewertet und einige von ihnen aussortiert, die nicht den Vorstellungen entsprachen“, sagte Klaus Pölitz. Der stellvertretende Bürgermeister von Gransee gehörte zum Preisgericht. „Die Entwürfe lagen dicht beieinander, auch wenn sie alle sehr unterschiedlich ausfielen“, sagte Manfred Richter. Am Ende sei die Entscheidung mehrheitlich gefallen. Auf Platz 2 verwiesen wurde der Beitrag des Büros Elz-Architekten BDA in Potsdam. Der setzte auf einen starken Kontrast zu der traditionell geprägten Architektur der Gebäude in der Stadt. „Die Planung setzt sehr selbstbewusst auf eine eigene Formensprache“, so der Kommentar der Preisrichter. Auf Platz 3 kam der Entwurf des Schweriner Büros Brennecke Architekten. Die Arbeit vermittelt in moderner Form zwischen den zwei- und dreigeschossigen Nachbargebäuden. Mutig passt sich der Entwurf den altstadttypischen Proportionen an. Funktional genügt der Entwurf nicht in allen Punkten.

Planung im Jahr 2018, Baubeginn 2019

Der Neubau des Ärztehauses ist Bestandteil der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes. Nachdem der Architektenentwurf vorliegt, wird damit gerechnet, dass im kommenden Jahr die Planung über die Bühne geht. Im Jahre 2019 solle dann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Eine Kostenkalkulation gibt es noch nicht. Die vorsichtige Prognose geht dahin, dass die Zwei-Millionen-Euro-Grenze überschritten, aber die Drei-Millionen-Euro-Grenze unterschritten werde. Manfred Richter ist zuversichtlich, dass es für den Neubau eine Förderung geben wird. „Die Chancen stehen nicht schlecht, es gab gerade in diesen Tagen ein gutes Gespräch.“

Von Stefan Blumberg

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