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Afrikanisches Lebensgefühl

Konzert an der Musikschule Hennigsdorf Afrikanisches Lebensgefühl

Nach Ghana gibt es an der Musikschule in Hennigsdorf schon seit vielen Jahren gute Kontakte. In den vergangenen Wochen fand dort nun ein Workshop mit der Profitänzerin aus Ghana, Selina Anowah Arthur, statt. Am Mittwochabend bildete das Afrikakonzert im Stadtklubhaus den Höhepunkt.

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Profitänzerin Selina Anowah Arthur aus Ghana, eingerahmt vom Chor InTakt der Hennigsdorfer Musikschule

Quelle: Ulrike Gawande

Hennigsdorf. „Das Temperament von Selina ist einfach ansteckend“, gerät die Hennigsdorferin Bettina Goral regelrecht ins Schwärmen. Bestätigung kommt auch von Agnes Schmitz aus Berlin: „Selina hat eine so positive Art, uns das afrikanische Lebensgefühl zu vermitteln.“ Beide sind Sängerinen im Hennigsdorfer Musikschulchor InTakt, der in den vergangenen Wochen in den Genuss eines Workshops mit der Profitänzerin aus Ghana, Selina Anowah Arthur, gekommen ist. „Wir hatten viel Spaß.“

Den hatten auch die Zuschauer am Mittwochabend im Hennigsdorfer Stadtclubhaus, als die Arbeitsergebnisse verschiedenster Workshops in einem Afrika-Konzert präsentiert wurden. Vermutlich gab es kaum einen der rund 120 Besucher, der von dem Dargebotenen nicht beeindruckt und gefesselt gewesen ist.

Das Musikschul-Ensemble Akwaaba, bestehend aus Trommlern und Tänzern, lud die Besucher zu einer Reise in die ghanaische Heimat der Tänzerin ein: mit nackten Füßen, und in traditionell afrikanische Stoffe gehüllt, zeigte es einen Erntetanz aus dem Norden Ghanas, einen Kriegstanz vom Volta-Stausee, einen sogenannten Fetischtanz und den Tanz der Freude, der stets dann im Stamm von Selina Anowah Arthur getanzt wird, wenn Kinder zu Erwachsenen heranreifen. Quasi eine getanzte Jugendweihe. Sah man einzelnen Akwaaba-Tänzerinnen – nur ein Mann verstärkte die Frauengruppe – oftmals die Konzentration auf Schrittfolgen und Armbewegungen noch an, ging die Profitänzerin ganz in der Musik auf. Ihr Fokus war völlig auf die intensiven, grandiosen Trommelklänge der fünf Musiker gerichtet.

Und wer bisher geglaubt hatte, dass Trommeln immer gleich klingen würden, wurde spätestens im Konzert eines besseren belehrt. Werden die typischen afrikanischen Trommeln, die Djemben, meist mit der Hand gespielt, entlockt man den Fischertrommeln Ghanas, auch Fasstrommeln oder Kpanlogos genannt, sowie der großen Trommel, aus einem Baumstamm gefertigt, mit einem Stock völlig andere Töne. Mal waren es weiche und zarte, dann wieder harte und dominante Klänge. Je nach Tanz. Mit der Gankogui, der metallenen Doppelhandglocke, und der Axatse, einer Gefäßrassel, die mit einem Muschelnetz bespannt ist, war das Instrumentarium komplett. In Kombination mit dem Gesang der Künstlerin, verstärkt vom Chor InTakt, verspürte man pure Kraft und Lebensfreude.

Diese trugen Selina Anowah Arthur sowie Musikschullehrer und Akwaaba-Leiter Rolf-Peter Büttner bei zahlreichen Afrika-Tanz-Workshops auch in die Schulen der Region. Vier Wochen lang sangen, trommelten und tanzten sie mit Schülern und erzählten viel von der afrikanischen Lebensweise. „Alle haben mitgemacht, auch die Jungs“, berichtet begeistert Agnes Schmitz, Lehrerin an der Veltener Linden-Grundschule.

Von Ulrike Gawande

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