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Albaner leicht verletzt

Messerattacke im Flüchtlingsheim Albaner leicht verletzt

Ein mutiger junger Albaner hat im Lehnitzer Flüchtlingsheim Schlimmeres verhindert. Er stellte sich einem Somalier in den Weg der mit einem Küchenmesser auf einen Syrer losging. Dabei wurde der Albaner leicht verletzt. Der gewalttätige Somalier wurde vorläufig festgenommen, er war der Polizei schon bekannt.

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Quelle: dpa

Oranienburg. Bei einer Auseinandersetzung unter Bewohnern des Asylbewerberheims in Lehnitz ist am späten Dienstagabend ein 20 Jahre alter Albaner leicht verletzt worden. Der Vorfall passierte gegen 21.30 Uhr. Ein Somalier (22) und ein Syrer (23) gerieten in Streit. Da griff sich der Somalier ein Küchenmesser und ging auf den Syrer. Der mutige junge Albaner ging dazwischen, konnte dem Angreifer das Messer abnehmen. Dabei wurde der Albaner leicht verletzt. Der mit 2,19 Promille alkoholisierte Somalier ist der Polizei bereits mehrfach wegen Gewaltdelikten bekannt geworden. Da er wiederholt in der Flüchtlingsunterkunft Hennigsdorf straffällig geworden war, wurde er nach Lehnitz verlegt. Er wurde in Gewahrsam genommen und Mittwochnachmittag „nach seiner teilweisen Ausnüchterung“ entlassen, wie die Polizei mitteilte.

Einen Zwischenfall gab es Dienstagabend zu selben zeit auch in der neuen Asylunterkunft in Schildow, Ortsteil im Mühlenbecker Land. Nach einem verbalen Streit griff ein 19-Jähriger aus dem Tschad einen 25-jährigen Syrier an den Hals. Dieser stieß daraufhin den Angreifer von sich und schlug ihm auf den Kopf. Der Mann aus Tschad wurde mit Kopfverletzungen und einer Schürfwunde am rechten Ellenbogen ins Klinikum gebracht.

Erst am Wochenende gab es bei mehreren Schlägereien im Hennigsdorfer Flüchtlingsheim sechs Verletzte, ein Polizeibeamter wurde ebenfalls leicht verletzt. In Lehnitz gingen vor zwei Wochen 50 Flüchtlinge aufeinander los, die Polizei konnte eine Massenschlägerei im letzten Moment verhindern. Vertreter von Flüchtlingsheimen sehen die angespannte Lage in den Heimen als Ursache für die zunehmende Gewalt. Viele Menschen unterschiedlicher Nationalität und Religion müssen auf engstem Raum miteinander leben. „Es ist immer laut und eng, es gibt keine Privatsphäre“, sagte Jörg Ditt von der Willkommensinitiative Oberkrämer. Der Kreis ist wegen der gestiegenen Flüchtlingszahlen inzwischen nicht mehr in der Lage, bei der Belegung der Heime auf die Trennung von Christen und Muslimen zu achten oder die Menschen nach ihrer Herkunft aufzuteilen.

Von MAZonline

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