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Knorkator-Pianist witzelt unter der Gürtelinie

Alf Ator verprellt Gäste bei Auftritt in Kremmen Knorkator-Pianist witzelt unter der Gürtelinie

Wer sich das Soloprogramm von Alf Ator ansieht, kann sich nie vor ihm sicher sein. Am Montagabend war der Pianist der Band Knorkator zu Gast im Kremmener Theater „Tiefste Provinz“ im Scheunenviertel. Nicht bei allen Gästen, kommen seine Gags gut an. Denn die landen schon mal weit unter der Gürtellinie.

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Alf Ator holt sich oft Gäste auf die Bühne.

Quelle: FOTO: Ulrike Gawande

Kremmen. „Ja, mein Meister!“ Das war der wichtigste Satz, den die Zuschauer am Montagabend im Theater „Tiefste Provinz“ kennen und stets aufsagen mussten, wenn ihnen Alf Ator seinen Redestock unter die Nase hielt. Wie ein barfüßiger Heiliger in ein wallendes, weißes Gewand gekleidet, doch gleichzeitig wie ein aufgezogenes Duracell-Häschen mit allertiefster Bassstimme umherspringend, machte der Wortakrobat das Publikum zum Teil seiner Show „Alf Ator Extreme“.

Keiner konnte sicher sein, von ihm verschont zu werden. Selber reden musste kein Besucher, denn der Ton kam für Showmaster und die Publikumskommentare vom Band. Eine schräge Kunstform diese One-Man-Playback-Show, die nicht allen gefiel, so dass nach der Pause einzelne Stühle in dem ansonsten gut besuchten Theater verwaist waren. Unter denen, die blieben und Spaß hatten, waren viele Knorkator-Fans, die Alf einfach nur cool finden.

In Kremmen bot Alf Ator eine sehr skurrile Show

In Kremmen bot Alf Ator eine sehr skurrile Show.

Quelle: Ulrike Gawande

Alf Ator, als Alexander Thomas in einem mecklenburgischen Dorf geboren, ist Pianist eben dieser Berliner Rockband, die 2000 durch ihre Teilnahme am deutschen Vorentscheid des Eurovision Song Contest skurrile Berühmtheit erlangte. Und wie die Band polarisiert , schreckte auch Ator nicht davor zurück, mit seinen Witzen und Zeichnungen deutlich unter der Gürtellinie zu landen. Man muss ihn mögen. Als Sandra Schulze aus Kremmen mit ihrem Partner spontan die Tickets von Freunden übernahm, wusste sie nicht, was ihr bevorstehen würde: „Ich bin aber positiv überrascht. Es gibt viel zu lachen!“ Theaterchef Andreas Dalibor warnte vorher: „Was uns erwartet, kann ich nicht so genau sagen.“ Trotzdem sei es ein komisches Gefühl gewesen, wenn man plötzlich als Teil der Show mit auf der Bühne steht, erzählt Sandra Schulze, die als „Sängerin“ auf die Bühne geholt wurde. Andere Gäste übernahmen Pseudo-Schlagzeug- oder Gitarreneinlagen zu Knorkator-Songs und Alf-Titeln.

Seit fast zehn Jahren ist Ator mit Soloprogrammen auf Tour. „Ich mag den Reiz und die Abwechslung“, erzählt er, der schon mehrere Bücher mit seinen teils sehr derben Comics veröffentlicht hat, nach der Show. Begonnen habe seine Solokarriere jedoch mit Lesungen. Nach der Reunion der Band vor vier Jahren, stehen nun aber auch wieder viele Knorkator-Auftritte auf dem Terminkalender.

Dass Ator wirklich immer für Überraschungen gut ist, zeigte er bei seinen kreativen Buchwidmungen für die Fans. So wurde aus „für Jörg“ mal eben ein „für alle, außer Jörg“ und aus „für meinen Freund Dirk“ spontan der Eintrag: „Für… gähn… wer ist Dirk?“. Die Empfänger freute es trotzdem, denn für langweilige Autogramme und Shows sind andere zuständig.

Von Ulrike Gawande

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