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Alle Stadttöchter unter einem Hut

Oranienburg Alle Stadttöchter unter einem Hut

Auch die Stadt Oranienburg und ihre vier Töchter können es ich heutzutage nicht erlauben, uneffizient zu arbeiten, auch sie müssen wirtschaftlich auf der Höhe sein. Eine Holding, die über allen steht, könnte Aufgaben und Kräfte bündeln. Insgesamt rund 900 Mitarbeiter sind in Verwaltung und Tochterunternehmen beschäftigt. Sie alle sind über die Pläne informiert.

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Alireza Assadi , Hans-Joachim Laesicke und Michaela Rudolph (v. l.) erklären das Holding-Konzept.

Quelle: Andrea Kathert

Oranienburg. Die Stadt Oranienburg hat vier Tochterunternehmen, die im Moment gut laufen. Bei der TKO, der Woba, den Stadtwerken und der SOG mit der Turmcity „läuft gerade alles in ruhigem Fahrwasser“, wie es Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke umschreibt. Keine der Töchter steht wirtschaftlich mit dem Rücken an der Wand. Genau deshalb sei es ein guter Moment, darüber nachzudenken, wie man die Verwaltung und die städtischen Unternehmen auf die höhe der Zeit bringt.

Der Weg soll die Bildung einer Holding sein, unter deren Dach alle arbeiten könnten. Der Hauptausschuss hatte die Idee schon gebilligt. Nun geht es daran, das Konzept, das Stadtwerke-Geschäftsführer Alireza Assadi und EBO-Werkleiterin Michaela Rudolph erarbeitet haben, mit Leben zu erfüllen.

Dass sich Synergieeffekte ergeben und bestimmte Aufgaben der Unternehmen zusammengefasst werden können, liegt eigentlich auf der Hand. Es fängt schon damit an, „dass jede Tochter und die Stadtverwaltung selbst einen eigenen Fuhrpark unterhalten“, meint der Bürgermeister. Größere Stückzahlen von Fahrzeugen zu bestellen, ist immer günstiger. Das ist nur ein Beispiel.

Die Geschäftsführer der Unternehmen müssen sich zu viel mit artfremden Aufgaben beschäftigen, kommen zu wenig zu ihren Kerngeschäften. Der Chef der Stadtwerke soll Strom und Gas verkaufen und sich nicht auch noch mit Liegenschaften oder Bewirtschaftung seines Gebäudes beschäftigen müssen. Zu viel doppelter Aufwand oder ein Gegeneinanderarbeiten – das kann sich ein modernes Unternehmen heutzutage nicht mehr leisten. Immer mehr Aufgaben ziehen immer mehr Personal nach sich, aber nicht immer ein effizientes Arbeiten. Eine einheitliche Software, die Möglichkeit, Gewinn- und Verlustvorträge gegenzurechnen oder einfach die Tatsache, dass europaweite Ausschreibungen nicht mehr nötig wären, sind große Vorteile. „Eigentlich geht es darum, wie können wir unseren Kahn flotter machen“, sagt Laesicke. Zum Beispiel, indem Mitarbeiter effektiver eingesetzt werden. Mit dem gleichen Personal mehr Leistungen erbringen, könnte ein Ergebnis sein. Auf dem Weg zur Holding sollen alle 900 Mitarbeiter mitgenommen werden. Allein die Verwaltung hat circa 600 Beschäftigte. Bei den Stadtwerken arbeiten 112, in der Stadtservice 192, bei der Woba 30 und in der TKO 36 Mitarbeiter. Inzwischen sind alle in Belegschaftsversammlungen über die Pläne informiert worden. Jeder kann sich mit einbringen, zum Beispiel in Projektgruppen. „Von Vorteil ist, wir sind selbst Akteure“, meint Laesicke. Kein fremder Unternehmensberater mit dem Rotstift ist im Spiel.

Als nächstes machen sich Michaela Rudolph und Alireza Assadi an die Bestandsaufnahmen in den einzelnen Unternehmen. Im Januar 2018 könnte die Holding starten. „Das ist zu schaffen“, sagt Alireza Assadi .

Von Andrea Kathert

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