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Alles andere als angestaubt: das Akkordeon

Sommerfeld Alles andere als angestaubt: das Akkordeon

Das Landesjugendakkordeonorchester gastierte in Sommerfeld. Da fragen sich manche vielleicht: Es gibt Jugendliche, die Akkordeon spielen? Die gibt es! Denn das Instrument ist alles andere als angestaubt. Das Orchester will auch was gegen das vorherrschende Image des Akkordeons tun.

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Das Landesjugendakkordeon-Orchester hatte am Sonntag einen Auftritt im Kulturhaus der Sana-Kliniken im Kremmener Ortsteil Sommerfeld.

Quelle: Robert Roeske

Sommerfeld. Sagen wir mal so: Das Image des Akkordeons ist ausbaufähig. Meistens denken die Leute dabei an Shantychöre mit älteren Herren. Dabei hat das Musikinstrument noch mehr zu bieten. Das zeigten die jungen Musiker vom Landesjugendakkordeon-Orchester am Sonntag in Sommerfeld.

Das Ensemble trat im Kulturhaus der Sana-Kliniken auf. „Wir haben immer so um die 25 Mitglieder“, sagt Kristin Jagusch vom Landesmusikrat. „Wir suchen auch immer wieder neue Leute.“ Sie sollten zwischen 15 und 27 Jahre alt sein.

Kerstin Jagusch vom Landesmusikrat

Kerstin Jagusch vom Landesmusikrat.

Quelle: Robert Roeske

Wer Lust hat, findet Infos auf www.landesmusikrat-brandenburg.de. Immer wieder finden Castings statt, denn nicht jeder wird automatisch ins Orchester aufgenommen. „Das Akkordeon hat leider ein angestaubte Image“, sagt Kristin Jagusch. „Zu unrecht.“ Denn auch in Sommerfeld gab es vieles zu hören – von Klassik, über Pop bis zu Filmmusik. „Dass das Akkordeon so facettenreich ist, ist vielen nicht bewusst."

Nach dem Konzert erzählten die jungen Musiker, wie sie zum Akkordeon gekommen sind und was ihnen daran gefällt.

„Ich spiele, seit ich vier war“, erzählt Gregor Kliem (25). „Das Schöne am Akkordeon ist, man kann alles damit spielen, jegliche Stilistik, jedes Genre. Sei es Tanzmusik oder Volksmusik. Das Akkordeon ist so stark und laut, dass du damit den Raum füllen kannst.“

Gregor Kliem

Gregor Kliem

Quelle: Robert Roeske

„Oft sind die Leute erst mal nicht so begeistert“, sagt Christin Muschter (25). „Sie denken an Volksmusik und Schlager. Aber wenn sie es erst mal hören, wenn wir spielen, dann finden sie es doch ganz gut.“

Christin Muschter

Christin Muschter

Quelle: Robert Roeske

Und welche Stücke funktionieren besonders gut? „Mir gefallen eigentlich alle Stücke, die wir spielen“, findet Josie Schneider (21). „Vivaldi spiele ich sehr gerne, Bach finde ich sowieso schön. Ich mag es eher klassisch, wenn modern, dann eher in die Jazzrichtung.“ Sie möchte später an die Musikschule und dort unterrichten.

Josie Schneider

Josie Schneider

Quelle: Robert Roeske

Jan Thiessen (24) ist seit 2007 im Orchester. „Wir haben dreimal im Jahr Proben-Wochenenden und sechs- bis siebenmal im Jahr Konzerte“, berichtet er. „Ich liebe das Instrument, denn man kann alles darauf spielen. Inzwischen gibt es ja auch viele Bands, die das Akkordeon benutzen.“

Jan Thiessen (24)

Jan Thiessen (24)

Quelle: Robert Roeske

Das Gerät wiegt übrigens 14 Kilogramm. Florian Eichhorn (25) wuchtet es nach dem Konzert auf seine Schultern. „Aber as Akkordeon ist ein ganz wunderbarer Klangkörper, wie eine Orgel.“

Florian Eichhorn

Florian Eichhorn

Quelle: Robert Roeske

Von Robert Tiesler

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