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Oberhavel Alles beim Alten in der Schmiede
Lokales Oberhavel Alles beim Alten in der Schmiede
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00:51 09.03.2018
Der Berliner Hobby-Schmied „Pi“ zeigt das uralte Handwerk gelegentlich in der Schmiede. Quelle: Foto: Robert Roeske
Hennigsdorf

Wann immer der Tag des offenen Denkmals ansteht, zeigt der Berliner Hobby-Schmied „Pi“ das uralte Handwerk. Gelegentlich komme ich dann in die Schmiede, um ihm bei der Arbeit mit Blasebalg, Eisen und Feuer zuzusehen. Genau wie unzählige andere Gäste, die staunend in die uralte Werkstatt schauen. Doch der Schmied zeigt sein Handwerk auch jedes Jahr auf dem Hennigsdorfer Weihnachtsmarkt. Die eigentliche Attraktion ist das Haus selbst, das als das älteste überhaupt im Hennigsdorfer Ortskern gilt. Und das man nicht so oft von innen zu sehen bekommt. Das Baudenkmal an der Berliner Straße wurde um das Jahr 1819 herum errichtet.

Das Faszinierende ist, dass sich in der Werkstatt kaum etwas verändert hat, seitdem der letzte Schmied der Familie Schulze 1978 in Rente gegangen ist. Die Werkzeuge und Maschinen sind allesamt original. Ein riesiger Amboss, an den Wänden hängen Sägen, Hammer, Zangen. Ja, sogar der Ruß an den Wänden der alten Schmiede hat sich die Jahrzehnte über gehalten.

Von außen hat sich an der Schmiede aber eine Menge getan. Im Sommer 2012 rückten Gerüstbauer, Dachdecker und Bauarbeiter an, um das Baudenkmal vor dem totalen Verfall zu sichern. Die Balken waren wurmstichig, der Dachstuhl morsch, der Lehm brüchig. Vor allem die Remise, um 1850 angebaut, war in einem erbärmlichen Zustand. Rund 90 000 Euro kostete die Sanierung, die Abstimmung mit dem Denkmalschutz war eng. Land und Bund übernahmen je ein Drittel, der Rest kam von der Stadt Hennigsdorf.

Heute kümmert sich der Freundeskreis Alte Schmiede, engagierte Bürger um den Grundstücksbesitzer Andreas Witt, um das altehrwürdige Haus. Und ich hoffe, dass die Schmiede auch beim nächsten Tag des Offenen Denkmals wieder zu sehen ist.

Von Marco Paetzel

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