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Alles neu auf dem Konradsberg

Hennigsdorf Alles neu auf dem Konradsberg

Für rund 2,8 Millionen Euro soll das Jugendförder- und Freizeitzentrum Konradsberg ab Oktober zum Ideenstellwerk für alle Hennigsdorfer umgebaut werden. Unter anderen soll es dann einen Bauspielplatz und eine Bühne im Außenbereich geben. Der Jugendklub muss während der Arbeiten komplett umziehen.

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Das Jugendförder- und Freizeitzentrum ist in die Jahre gekommen, immer wieder gab es auch Einbrüche.

Quelle: Foto: privat

Hennigsdorf. Seit 1993 gibt es das Jugendförder- und Freizeitzentrum (JFFZ) auf dem Gelände am Konradsberg. Die vier Gebäude, Ende der 1920er-Jahre als Hitlerjugend-Heim gebaut, sind sichtlich in die Jahre gekommen und sollen umgebaut werden. Im Sozialausschuss am kommenden Dienstag wird die Verwaltung konkrete Pläne präsentieren, wie das Gelände zum „Ideenstellwerk“ für alle Bürger ab Oktober umgebaut werden soll.

Haus 1, das linke von der Parkstraße aus gesehen, wird am stärksten verändert. Es soll der Familien- und Gemeinschaftsbereich für alle Hennigsdorfer werden. Hier sind nach den Umbauten unter anderem zwei verbindbare Multifunktionsräume, eine Gemeinschaftsküche, eine Selbsthilfereparaturwerkstatt sowie eine Keramikwerkstatt geplant.

Haus 2 indes, von der Parkstraße aus zur Rechten, wird den Jugendlichen vorbehalten bleiben, auch viele Bereiche behalten ihre Funktion. Es wird weiter einen Multifunktionsraum mit Bühne und eine Küche geben, genau wie und einen Cafébereich mit Tresen. Hier sollen Jugendliche auch Beratungsbüro, Jugendraum, Medienraum und Tischtennisraum finden.

Im Haus 3, dem 2010 sanierten Bandhaus, wird sich nicht allzu viel ändern. Die vier Bandräume und das Studio nebenan sollen erhalten bleiben, es soll nach dem Umbau auch einen Tanz- und Theaterraum sowie einen Projektraum geben. Im vierten Haus sollen weiter drei Hennigsdorfer Vereine in drei Räumen untergebracht werden,Teeküche inklusive.

Zudem bekommen alle Häuser neue Fußböden, Außen- und Terrassentüren aus Aluminium, LED-Beleuchtung, Datenleitungen sowie Rohre für Heizung, Trink- und Abwasser. Die Barrierefreiheit soll gewährleistet sein, es soll zwei Behindertentoiletten geben. Möbel und andere Einrichtungsgegenstände werden – bis auf die Band- und Vereinsräume – im Zuge des Umbaus ausgetauscht, auch sie sind in die Jahre gekommen.

Auch im Innenhof wird es Veränderungen geben. Geplant sind 34 Fahrradständer, eine Infosäule sowie barrierefreie Zuwegung. Nur beim Bandhaus ist die Steigung zu stark, Behinderte werden auf Hilfe angewiesen sein, um das Haus zu erreichen. Zudem soll es eine Fußballfläche mit Kunststoffbelag, Ballfangzaun und Bande geben, genau wie zwei Streetball-Felder und ein Schach-Areal. Im nördlichen Bereich ist eine etwa 60 Quadratmeter große Holzbühne geplant, Zuschauer könnten sich auf Betonblöcken oder zwei Hängematten niederlassen. Am nördlichen Ende von Haus 2 soll es eine Terrasse geben, Sprayer bekommen einen bespannbaren Graffitizaun. Westlich von Haus 1 ist zudem ein Bauspielplatz mit Sand, Kies und Mulch geplant, ein Aufenthaltsbereich inklusive. Auch auf großen Findlingen, Holzstubben oder Baumstämmen können die Gäste hier sitzen. Die Zaunanlagen um das Gelände herum müssen zum Teil neu gebaut werden, hier ist ein 1,60 Meter hoher Stabgitterzaun vorgesehen.

Während der Arbeiten ab Oktober wird der Jugendklub Conny Island für etwa ein Jahr komplett umziehen müssen. Wohin, darüber schweigt sich die Verwaltung noch aus. Die Pläne werden nun in den Ausschüssen beraten, am 29. März entscheiden die Stadtverordneten.

Von Marco Paetzel

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