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Alltagstauglichkeit für Geflüchtete

Oranienburg Alltagstauglichkeit für Geflüchtete

Am Freitag eröffnete die Gesellschaft für integrative Sozialarbeit Oberhavel mbH, kurz: Giso, ihre neuen Räumlichkeiten in Oranienburg. Ziel: Alltagsberatung für Geflüchtete. Auf Kritik des Kirchenkreises, man zerstöre geschaffene Strukturen, reagiert Giso-Koordinatorin Simone Freitag mit Gesprächsbereitschaft.

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Sozialarbeiter Tatjana Dippel, Josephine Gutzeit und Miroslawa Henning (vorne von links). Rechts: Giso-Koordinatorin Simone Freitag. Hinten die Dezernenten Matthias Rink und Michael Garske

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. Der Start war etwas holprig. Ohne Büro, ohne PC, anfangs sogar ohne Telefon. Die kreiseigene Tochter „Gesellschaft für integrative Sozialarbeit Oberhavel mbH“, kurz: Giso, hatte nicht den besten Ausgang – Gegenwind kam zudem aus dem Kirchenkreis. Dort wird befürchtet, die Giso zerstöre geschaffene Strukturen. „Wir sind im Gespräch mit dem Kirchenkreis“, so Giso-Koordinatorin Simone Freitag. „Wir wollen unsere Aufgabenbereiche klar abgrenzen, zeitlich und inhaltlich.“

Sie baut auf gegenseitige Unterstützung und nicht auf die Frage, wer wem die Klienten (in dem Fall: meist Geflüchtete) wegnimmt. Ihr Team in der Migrationssozialarbeit: die Sozialpädagoginnen Tatjana Dippel, Josephine Gutzeit und Miroslawa Henning. Eine vierte Stelle ist ausgeschrieben.

Am Freitag eröffnete die Giso ihre neuen Räumlichkeiten in der Melanchthonstraße 19 in Anwesenheit der Dezernenten Matthias Rink und Michael Garske sowie Oberhavel-Klinken-Chef Detlef Troppens, der als Giso-Geschäftsführer agiert.

Bisher 38 Personen beraten

Durch ihr Studium der Lateinamerikanistik weiß Simone Freitag: „Alle Migrationsbewegungen nehmen Einfluss auf die Gesellschaft der Ankunftsländer.“ Ihr Team soll den Ankommenden einen guten Start ermöglichen, denjenigen, die ein Bleiberecht haben, beratend zur Seite stehen – vor allem in Alltagsfragen. Die Sozialarbeit in den Unterkünften falle dabei nicht weg, betont Landrat Ludger Weskamp. „Die Arbeit der Giso, also eines Fachberatungsdienstes, soll Alltagstauglichkeit herstellen.“

38 Personen hat das dreiköpfige Team um Simone Freitag schon beraten. Einige Themen: Asylverfahren, Perspektive und Rückkehr, Beruf und Bildung sowie Familiennachzug. Die Giso versteht sich als allgemeine Lebensberatung.

Abseits der Räumlichkeiten in Oranienburg (Beratung ohne Anmeldung immer dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr), soll es ab März regelmäßige Beratungen in der Fabrikstraße 10 in Hennigsdorf, dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr, und in Gransee, freitags zwischen 10 und 12 Uhr im Büro Netzwerk Gesunde Kinder im Krankenhaus, geben.

Von Marco Winkler

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