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Altar der Nikolaikirche wird saniert

Bauarbeiten in Kremmen Altar der Nikolaikirche wird saniert

Seit etwa drei Wochen arbeitet die Rheinsberger Restauratorin Ute Gimajew am Altar der Kremmener Nikolaikirche. Das 330 Jahre alte Bauwerk wird wieder aufgehübscht. Viel Geduld ist da gefragt. Bis zum 800. Stadtjubiläum Mitte Juli soll alles fertig sein.

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Der eingerüstete Altar in der Nikolaikirche in Kremmen.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Der Altar der Kremmener Nikolaikirche ist 330 Jahre alt. Nun wird es wieder Zeit, für Restaurierungsarbeiten. Die Bilder am Altar werden wieder aufgehübscht. Dafür ist die Restauratorin Ute Gimajew zuständig. Die Rheinsbergerin kommt schon seit drei Wochen fast jeden Tag nach Kremmen in die Kirche.

Zwar sei es nicht das erste Mal, dass an den Bildern gearbeitet worden ist. Aber inzwischen befinden sich darauf mehrere Schichten Fürniß. „Die Schicht wird dicker und undurchsichtiger“, sagt Ute Gimajew. nach einem Schwelbrand in der Kirche im Jahre 1994 sei zudem eine kleine Schicht Ruß drauf gewesen.

Vier mittelgroße Bilder, vier kleine und eine Schrifttafel werden momentan von ihr restauriert. „Man beginnt immer mit den einfachen Sachen“, sagt die Rheinsbergerin. Wasser gegen den Ruß, Azeton für den Fürniß. Für besonderes hartnäckige Verschmutzungen benutzt sie geheime Mittel, wie sie am Mittwochmittag sagte.

Ute Gimajew, Restauratorin aus Rheinsberg

Ute Gimajew, Restauratorin aus Rheinsberg.

Quelle: Robert Tiesler

Für die Schrifttafel brauchte sie nur einen Tag. „Das ist relativ einfach.“ Bei den Bildern aber müsse sie vorsichtig sein. „Nicht, dass man plötzlich auf der Grundierung ist.“ Sie braucht für ihre Arbeit sehr viel Geduld. „Ich benutze Wattestäbchen, wie bei einem Ohrtupfer.“ Früher habe sie einen Wattebausch benutzt, heutzutage scheint sie mehr Geduld zu haben als früher. Die größte Herausforderung: „Nichts wegzuwischen, was drauf bleiben muss“, sagte und lächelt.

Fünf bis sechs Stunden am Tag arbeitet sie in Kremmen. Matthias Dill von der Kantorei hofft, dass bis zum 800. Stadtjubiläum Mitte Juli alles fertig ist. Dann wird rund um die Kirche und im Gebäude selbst gefeiert. „Die Bauarbeiten finden aber nicht speziell wegen der 800-Jahr-Feiern statt, das war schon länger geplant“, sagte er. Die Kirchengemeinde in Kremmen investiert etwa 6000 Euro in den Altar.

Als Nächstes seien Bauarbeiten in der Sakristei der Kirche geplant. Dort befinde sich laut Matthias Dill das älteste Fenster Kremmens. Das solle in den Ursprungszustand versetzt werden. Noch aber konzentriert sich alles auf den Kremmener Altar. Der ist momentan eingerüstet. Ute Gimajew sagt, dass er allgemein in einem recht guten Zustand sei. „Bis auf ein paar konservierte Stellen ist eigentlich keine Gefahr in Verzug“, schätzt sie. Im Jahr 1983 machte sie ihren Abschluss, seitdem arbeitet sie als Restauratorin. „Die Sachen, die ich mache, sind meist von regionaler Wichtigkeit“, sagt über ihre bearbeiteten historischen Stücke. Besonders viele Arbeiten erledigt sie rund um das Schloss in Rheinberg. Es ist ein Job, der ihr sichtlich Spaß macht.

Von Robert Tiesler

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