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Alte Brücke nach Wustrau soll saniert werden

Linumhorst Alte Brücke nach Wustrau soll saniert werden

Für eine mögliche Sanierung der Stahlfachwerkbrücke über den Alten Rhin bei Linumhorst hat die Gemeinde Fehrbellin bei der Stadt Kremmen um finanzielle Unterstützung gebeten. Die Arbeiten an der Brücke würden knapp 650 000 Euro kosten. In Kremmen ist man sich aber über den Nutzen nicht so sicher.

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Die Brücke ist stark verrostet. Sie muss dringend saniert werden.

Quelle: Peter Geisler

Linumhorst. Für eine mögliche Sanierung der Stahlfachwerkbrücke über den Alten Rhin bei Linumhorst hat die Gemeinde Fehrbellin bei der Stadt Kremmen um finanzielle Unterstützung gebeten. Die Arbeiten an der Brücke würden knapp 650 000 Euro kosten. Die Brücke liegt bereits in der Gemarkung Wustrau-Altfriesack in Ostprignitz-Ruppin. „Die Brücke ist für Landwirte sehr wichtig – aber nur für die Kremmener“, sagte der dortige Ortsvorsteher Ingo Lamprecht. „Landwirte aus Fehrbellin nutzen die Brücke nicht.“ Die denkmalgeschützte Brücke ist so marode, dass sie ohne Sanierung gesperrt werden müsste, heißt es seitens der Gemeinde Fehrbellin. So müssen defekte oder stark verrostete Stahlteile ausgetauscht und der Beton in den Widerlagern saniert werden.

Der Kremmener Ortsbeirat hatte eine finanzielle Beteiligung zwar empfohlen, „aber unter Protest“, wie Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) im Bauausschuss betonte. „Das Land zieht sich aus der Verantwortung.“ Dennoch könne man die Gemeinde Fehrbellin damit nicht alleine lassen. Die Brücke biete zudem den einzigen Weg nach Ziethenhorst. Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) hatte sich kürzlich die Brücke und die Wege in der Gegend mit dem Fahrrad angesehen. „Die Wege sind unzumutbar.“ Selbst für normale Radler seien die Wege in Richtung Ziethenhorst oder Wall nicht zu nutzen. „Und wir haben selbst noch viele Baustellen.“ Reiner Tietz (Linke) sagte: „Das sollte man nicht einfach ablehnen.“ Die touristische Nutzung sollte im Auge behalten werden, allerdings müsse dann auch über einen Radweg nachgedacht werden. Die Landräte von Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin sollten eingeschaltet werden.

Die Brücke war 1897 als Behelfsbrücke am Berliner Weidendamm errichtet worden. Mitte der 20er-Jahre wurden Teile davon an der Straße zwischen Flatow und Wustrau verwendet. Andere Teile der Weidendammer Notbrücke wurden für eine weitere Rhinbrücke an der Stichstraße nach Wall genutzt. Beide Brücken wurden 1945 gesprengt. Aus Resten der Bauwerke wurde die Querung über den Alten Rhin bei Linumhorst errichtet.

Von Robert Tiesler und Frauke Herweg

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