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Alte Obstsorten gepflanzt

Birkenwerder Alte Obstsorten gepflanzt

„Am Fuchsbau“ in Birkenwerder wurde ein zweiter Anlauf genommen, um die alte Streuobstwiese wiederzubeleben. 22 Obstbäume wurden gepflanzt – Kirschen, Birnen und Äpfel. Der Briesetalverein übernimmt die Pflege und plant diverse Nutzungsmöglichkeiten.

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Mitglieder des Briesetalvereins pflanzen alte Obstsorten an der Autobahn.

Quelle: privat

Birkenwerder. Kaiser Wilhelm, Cox orange, Boskoop rot/grün. Wohlklingende Namen tragen die alten Apfelsorten, die Naturschützer vom Verein zum Schutz des Briesetals und der Havelwiesen am Sonnabend auf der alten Streuobstwiese „Am Fuchsbau“ gepflanzt haben. Kirchen, Äpfel, Birnen – insgesamt 22 Bäume, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden. „Wir haben uns für fünf Jahre alte Hochstämme entschieden und eine schöne Sortenvielfalt von dem brandenburgischen Chefpomologen Hans-Georg Kosel zusammenstellen lassen“, sagt Vereinsvorsitzender Torsten Werner. Zur Mischung gehören zu den bereits genannten unter anderem auch Klarapfel, Ontario, Biesterfelder Renette und Schwarze Knorpel.

Schon einmal waren an dieser Stelle 30 neue Obstbäume gepflanzt worden, erläutert Werner den Hintergrund des Einsatzes. Dies geschah im Zusammenhang mit dem Neubau des Bauhauses als Ausgleichsmaßnahme. 90 Prozent dieser Bäume seien jedoch durch mangelnde Pflege eingegangen. Deshalb hätten sich die Vereinsmitglieder vertraglich verpflichtet, fünf Jahre lang für die Pflege der jetzt gepflanzten Bäume zu sorgen.

Professionelle Technik kommt zum Einsatz

Professionelle Technik kommt zum Einsatz.

Quelle: privat

Zunächst aber galt es erst einmal, die Stämmchen überhaupt in die Erde zu bringen. Der lehmige Boden war knochenhart. So wurde die Fläche zunächst noch einmal mit professioneller Hilfe umgepflügt. „Trotzdem haben wir ganz schön geackert“, sagt Torsten Werner. 15 Helfer waren erschinen – Vereinsmitglieder und ihre Kinder. Nach drei Stunden war die Arbeit gegen 13 Uhr geschafft. „Vereinsmitglied Nadja Sandig hatte uns aus ihrer Komposttieranlage in Germendorf sechs Kubikmeter besten Komposts geliefert“, nennt der Vorsitzende einen weiteren Erfolgsgaranten. Mit dem Kauf der Bäume und der Bodenbearbeitung seien insgesamt rund 2000 Euro investiert worden.

Für die nicht frei zugängliche Streuobstwiese haben die Naturfreunde bereits einige Ideen entwickelt. So planen sie gemeinsame Aktionen mit dem frisch wiedereröffneten Jugendclub sowie das Pressen eigener Säfte. Auch Kurse zum Beschneiden von Obstbäumen sind vorgesehen. Und die Grundschule könne das Gelände für den Unterricht nutzen, zählt Torsten Werner auf. Wenn erst die A-10-Lärmschutzwand gebaut ist, werde das ein lauschiges Plätzchen sein.

Von Helge Treichel

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