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Alte Schule: Fest für zufriedene Bewohner

Vehlefanz Alte Schule: Fest für zufriedene Bewohner

Seit gut einem Jahr leben die Bewohner der Alten Schule in Vehlefanz in ihrem neuen Zuhause. Sie fühlen sich in dem altersgerechten Wohnheim sehr wohl, sagen sie. Am Mittwoch fand auf dem Gelände, auf dem es auch eine Tagespflege und eine Arztpraxis gibt, ein Sommerfest statt.

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Erika Kaatsch (hinten, stehend) mit ihren Mitbewohnern in der Alten Schule in Vehlefanz. Seit dem Sommer 2016 leben sie dort nun schon.

Quelle: Robert Tiesler

Vehlefanz. Vom Sommer 2017 muss man ja nicht mehr allzu viel erwarten, und deshalb stand am Mittwoch auch vorsorglich ein Zeit auf dem Gelände der Alten Schule in Vehlefanz. „Auch mein Draht nach oben hat nicht geholfen“, sagte Ortsvorsteherin Erika Kaatsch und lächelte. Seit einem Jahr leben die Bewohner des altersgerechten Wohnheims nun an der Lindenallee. Auch die Tagespflege sowie die Praxis von Sandra Wischke gibt es jetzt seit gut einem Jahr. Das war am Mittwoch ein Grund zum Feiern. Alle haben mitgeholfen, auch die Vehlefanzer Feuerwehr.

Für die Bewohner ist die Lindenallee 30 im vergangenen Jahr zum Zuhause geworden. „Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagte Erika Kaatsch, die ebenfalls dort lebt. „Wir kommen hier auch gut miteinander aus und leben nicht nur nebeneinander her.“ Für den Umzug in die Alte Schule hat sie Haus und Hof nach sechs Jahrzehnten verkauft. „Als dieses große Unwetter war – so ruhig habe ich das noch nie vorüberziehen lassen können“, erzählte sie.“ Sonst musste sie sich immer gleich Gedanken machen: ums Dach, ums Wasser. „Jetzt konnte ich entspannt sein.“

„Einen besseren Fang konnte ich gar nicht machen“, erzählte Günter Heinemann. Der 83-Jährige zog aus Bärenklau nach Vehlefanz. „Das ist ganz klasse hier.“ Er bezeichnet sich selbst als den Hahn im Korb. „Ich mache hier jeden Spaß mit.“ Er wohnt im Altbau. „Einige Vehlefanzer gingen hier damals zur Schule, und sie erzählen mir, dass das, wo ich wohne, der Landkartenraum war.“ Mit dem Straßenlärm von der Lindenallee hat er keine Probleme. „Es ist alles gut gedämmt“, sagte Günter Heinemann.

Vera Ick lebte vor ihrem Umzug im Berlin-Spandau. „Mein ganzes Leben, und das war erst mal eine ganz schöne Umstellung.“ Ihre Kinder leben in Marwitz, und die hatten sie gebeten, doch in ihre Gegend zu ziehen. „Aber ich musste sehr lange darüber nachdenken“, gab sie zu. Aber sie hatte die richtige Entscheidung getroffen, weiß sie jetzt. „Ich wurde von meiner Nachbarin gut aufgenommen, und ich fühle mich jetzt richtig wohl.“ Nur ihren Garten vermisst die 82-Jährige noch.

Eva-Maria Reinicke ist von Wolfslake nach Vehlefanz gezogen. Und für sie war es gewissermaßen eine Rückkehr, denn ein Jahr lang ging sie einst an dieser Stelle auch zur Schule. „Ich habe mich gut eingelebt“, erzählte sie. Sie hat schon zeitig überlegt, in ein altersgerechtes Wohnheim zu ziehen, sie hatte sich schon in Vehlefanz angemeldet, als noch der vorherige Investor alles geplant hatte. „Bis voriges Jahr bin ich sogar noch Auto gefahren“, erzählte die 85-Jährige, „aber meine Augen machen nicht mehr mit.“

Christa Ball lebte vorher in Hennigsdorf. Die Tochter hatte auf den Umzug gedrängt, damit sie näher bei der Familie ist. „Ich finde, das war eine gute Entscheidung“, so Christa Ball. Ich habe hier alles.“

In einem sind sich übrigens alle Bewohner der Alten Schule einig: „Das hier gäbe es nicht, wenn wir Erika Kaatsch nicht gehabt hätten“, sagte Eva-Maria Reinicke. „Und sie sorgt auch dafür, dass uns hier nie langweilig ist, ihr fällt immer etwas ein.“ Christa Ball ergänzt: „Erika hält uns alle auf Trapp, sie gibt sich sehr große Mühe.“

Erika Kaatsch überlegt übrigens, das Sommerfest nun zur Tradition werden zu lassen.

Von Robert Tiesler

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