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Alte und neue Schmuckstücke aus Blech

6. Traktoren Classics in Liebenwalde Alte und neue Schmuckstücke aus Blech

Landmaschinen, Schlepper, Traktoren: Die 6. Auflage der Traktoren Classics in Liebenwalde bot Abwechslung für Liebhaber historischer Maschinen. Im Mittelpunkt stand dabei die Holzverarbeitung – von der traditionellen Axt bis zum mobilen Sägewerk von Hartmut Bähn aus Liebenwalde.

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Das mobile Sägewerk von Hartmut Bähn.

Quelle: Marco Winkler

Liebenwalde. Torsten Schikowski ist zufrieden. Ein Blick über die Festwiese Am Kiez in Liebenwalde reicht aus, um zu prognostizieren: „Das wird gut, Wetter passt, die Besucher kommen.“ Und zwar zur sechsten Auflage der Traktoren Classics. „Wir haben uns etabliert“, so der Mitorganisator. Veranstalter ist der Heimat- und Geschichtsverein. Das Fest mit den röhrenden Motoren und der Gastromeile inklusive Fisch, Fleisch und Kuchen sei eine Gemeinschaftsleistung, so Schikowski. Im echten Leben ist er Raumausstatter. Auf den Traktoren Classics aber Fachsimpler, was Traktoren, Landmaschinen und Schlepper angeht. So wie Christian Knaak. Der 31-jährige Schildower moderiert. Kaum angesprochen, zeigt er auf einen Traktor des Schweizer Herstellers Hürlimann. „Das ist etwas Seltenes“, sagt er. „Davon wurden nur 34 Stück gebaut.“ Und: „Der bremst auf allen vier Rädern und hat 85 PS.“ Ein Liebhaberstück, ein kleines Blechjuwel.

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Am Sonnabend fand die 6. Auflage der Traktoren Classics in Liebenwalde statt. Liebhaber alter und neuer Landwirtschaftsmaschinen und Oldtimer kamen auf ihre Kosten.

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Unter versierten und technikaffinen Landwirten haben die Hürlimann-Maschinen – 1929 präsentiere Gründer Hans Hürlimann die Sensation: den ersten Dieselmotor mit Direkteinspritzung – eine gute Reputation. Sie sind die Rolls Royce der Landwirtschaft.

Hauptaugenmerk der Traktoren Classics ist wie in den Vorjahren die Holzverarbeitung. „Von der neuesten Technik bis zum ältesten Werkzeug zeigen wir alles“, so Hartmut Bähn. Heißt: Von der Axt bis zum mobilen Sägewerk. Genau damit hat sich der Liebenwalder einen Namen gemacht. Und ja, es ist ein Sägewerk auf Rollen. Die Idee hatte Bähn, nach dem das Fensterwerk Liebenwalde Konkurs anmeldete und er seinen Job verlor. 2003 war das.

Trotz Konkurrenz ein Fest für „echte Typen“

Sein erster Auftrag: Ein Tischler in Klosterfelde wollte die Bäume auf seinem Grundstück zersägt haben. Der gelernte Baufacharbeiter bietet seitdem seine Dienste mit dem mobilen Sägewerk vor allem der Landes- und Bundesforst an. „Mit der Maschine geht es direkt in den Wald“, erklärt er. Bis zu 72 Zentimeter dicke Scheiben kann er von einem Stamm absägen, die bis zu 16 Meter lang sein dürfen. Was wird aus dem Holz? „Meist werden daraus Kanzeln für Hochsitze gebaut.“

Den Kopf heben konnte am Ende Torsten Schikowski. Trotz Konkurrenz des Dampfspektakels in Mildenberg und der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLA) lockten die Traktoren Classics ihre Besucher nach Liebenwalde. Auch wegen so einer „echten Type“ wie Christian Knaak. Er selbst ist mit seiner Zugmaschine H6 vor Ort. „Es ist alles original“, sagt er und verweist auf sein nächstes Projekt: Er restauriert gerade einen H6-Kipper. „Seit vier Jahren“, erzählt er. Zwei braucht er vielleicht noch.

Von Marco Winkler

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