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Am Gleis 3 gibt’s Bockwurst und Suppe

Bistro in Kremmen eröffnet Am Gleis 3 gibt’s Bockwurst und Suppe

Morgens um 4.30 Uhr öffnet in Kremmen das erste Geschäft. Nahe des Bahnhofsplatzes ist nach 14 Jahren Leerstand neues Leben in den Laden an der Berliner Chaussee eingehaucht worden. In Kremmen war das nach der Eröffnung Stadtgespräch. Christiane Weber (52) bietet Bockwurst, Suppe, Brötchen und mehr an.

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Christiane Weber in ihrem neuen Laden.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. In Kremmen ging es rum wie ein Lauffeuer. Ins Geschäft an der Berliner Chaussee, Ecke Bahnhofsplatz ist plötzlich wieder Leben eingezogen – und das nach 14 Jahren Leerstand.

„Gleis 3“ heißt das kleine Bistro, das am 5. Januar in dem Ladenlokal eröffnet worden ist – ganz ohne Feier. Es ging einfach los, morgens um 4.30 Uhr. „Die erste Kundin war eine Frau, die bei uns reinguckte und fragte: Ist hier wirklich was?“, erzählt Christiane Weber, die Betreiberin des neuen Imbisses.

Seitdem der kleine Laden direkt am Bahnsteig im vergangenen Frühsommer geschlossen worden ist, war es in der Hinsicht wieder still geworden am Kremmener Bahnhof. Das könnte nun wieder anders werden. Die Lokführer und viele Pendler haben den neuen Laden ein paar Meter weiter schon entdeckt und kommen rein, um einen Kaffee zu trinken und um sich zu stärken. Auch Handwerker schauen immer wieder bei der 52-Jährigen vorbei.

Es gibt Bockwurst und Knacker, selbst gemachte Buletten und Salaten sowie belegte Brötchen. Außerdem jeden Tag einen anderen Eintopf – natürlich auch aus eigener Herstellung. Am Vormittag werden sie im Laden gekocht. Die Idee, ein Bistro zu betreiben hatte Christiane Weber nachdem der Kiosk am Bahnsteig geschlossen worden ist. Ursprünglich arbeitete sie 22 Jahre bei der Bahn, war Bahnsteigaufsicht in Velten und Hennigsdorf. Später wechselte sie zu einem Rechtsanwalt, schaffte als Reinigungskraft im Krankenhaus- und Hotelbereich. „Aber das macht keinen Spaß. Das jetzt, das macht Spaß“, sagt sie.

Zur Arbeit hat sie es nicht weit, sie wohnt im Haus, in dem auch der Laden ist. Sie ist Ur-Kremmenerin, wie sie sagt. „Ich bin hier geboren, hier werde ich auch sterben.“ Bis dahin ist aber noch ganz viel Zeit. Für ihr neues Geschäft nimmt sie sich viel davon, immerhin ist montags bis freitags von 4.30 bis 17 Uhr geöffnet. „Es werden jeden Tag mehr Kunden.“ Bei ihr erzählen die Leute, was so los ist in Kremmen und Umgebung. Und viele ihrer ehemaligen Bahnkollegen kommen nun auch wieder zu ihr.

Von Robert Tiesler

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