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00:22 29.06.2018
Tim Weimer, Leiter des Jobcenters Oberhavel. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Eine Bombendrohung? Nein, so etwas habe es im Jobcenter noch nicht gegeben, sagte Tim Weimer, Leiter des Jobcenters in der Havelstraße, am Dienstagabend – nach einer mehr als dreistündigen Dienstberatung. Die war auch erforderlich, „damit alle Kollegen noch einmal darüber sprechen konnten“. Für die Aufarbeitung ganz wichtig.

Am Montagvormittag gegen 10 Uhr hatte eine Mitarbeiterin des Jobcenters einen Anruf entgegengenommen, bei dem zwei Explosionen für 12 Uhr angekündigt worden waren (MAZ berichte). Auch wenn es Anzeichen für einen Fake gegeben habe, „haben wir die Sache natürlich sehr ernst genommen, den Dienststellenleiter sofort informiert und die Polizei“. Nach deren Entscheidung wurde das Gebäude geräumt. Gegen 11.30 Uhr sei es menschenleer gewesen.

Rund 80 Kollegen arbeiteten zur Stunde der Bedrohung in den drei Etagen des Jobcenters. Weitere 40 aus der Außenstelle in der Lehnitzstraße hätten sich im Kreistagssaal befunden, so Tim Weimer, der seit 2007 beim Landkreis als Jurist und Referent arbeitet und seit September letzten Jahres als Jobcenterleiter.

„Klar“, so Weimer, „wir haben hier nicht nur Kunden, die uns Blumensträuße schenken, ab so etwas hatten wir noch nicht“. Grundsätzlich würden vor allem die Kollegen im publikumsintensiven Bereich geschult für mögliche Gefahrensituationen, und auch der Arbeitssicherheitsbeauftragte des Landkreises bespreche regelmäßig Gefährdungssituationen. „Es gibt Ablaufpläne bei Katastrophensituationen. Aber diese Intensität der Drohung, da habe ich schon geschluckt“, räumt Weimer ein. „Aber man funktioniert dann einfach.“ Am Abend habe er sich die Situation noch einmal vor Augen geführt, „was das eigentlich für die Kollegen bedeutet. Ich bin dankbar, dass nichts gefunden wurde und passiert ist. Deshalb haben wir am Dienstag darüber gesprochen. Deshalb können wir sagen, es ist gut gelaufen und wir können zur Tagesordnung übergehen.“

Tim Weimer ist zuversichtlich, dass der Arbeitsrückstand in den kommenden Tagen aufgearbeitet wird. Ausgefallene Termine werden umgehend nachgeholt. Sollten Fristen für Anträge oder Einreichungen verstrichen sein, so würden die Fälle natürlich kulant behandelt.

Von Heike Bergt

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