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An dieser Einmündung muss was passieren!

Verkehr in Oranienburg An dieser Einmündung muss was passieren!

Nach dem tödlichen Unfall am Abzweig Lehnitz ist eine alte Diskussion neu entfacht. Muss an der Unglücksstelle etwas passieren? MAZ-Redaktionsleiter Sebastian Morgner und Redakteur Helge Treichel diskutieren das Pro und Contra.

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Unfallschwerpunkt Abzweig Lehnitz.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Die Diskussion rund um die Unfallstelle auf der B273 zwischen Oranienburg und Schmachtenhagen, Höhe Abzweig Lehnitz, kocht nach dem Motorradunfall vor wenigen Tagen erneut hoch. Auch in der MAZ-Redaktion wird diskutiert.

Sebastian Morgner (links im Bild) fordert Veränderungen am Straßenabschnitt

„Seit Jahren ist der Abzweig nach Lehnitz von der B273 aus Richtung Schmachtenhagen kommend in aller Munde. Und das nicht im positiven Sinne. Zu unübersichtlich, zu gefährlich, kaum durchdacht – das hört man immer wieder. Die Lösung mit den Betonklotzen wirkt auch unprofessionell. 70 km/h – das hilft nicht wirklich. Nach dem Tod eines Motorradfahrers ist es allerhöchste Zeit, wieder einmal das Kapitel zu öffnen. Aber es darf keine halbherzige Lösung sein! Ein Ampel wäre eine Möglichkeit. Von Schmachtenhagen aus kommend, könnte eine Links-Abbiegerspur die Lage verbessern. Der Verkehr Richtung Oranienburg kann rechts vorbei geleitet werden. Ja, dafür müsse die Straße verbreitert werden. Wo ist das Problem? Die Fläche dafür sollte gefunden werden – gerade nach einem so schweren Unfall wie zuletzt. Lösung Nummer zwei – und das ist mein Favorit – wäre ein Kreisverkehr. Es muss geprüft werden, ob das funktioniert. Dabei müssen die Planer sicher auch mal Grenzen einreißen und Wege verlassen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Denn wartet man beim Abbiegen nach Lehnitz, um den Gegenverkehr aus Oranienburg passieren zu lassen, wird einem beim Blick in den Rückspiegel Angst und Bange. Das ist kein Zustand. Fakt ist: So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Tempo 70 und Überholverbot – das ist zu wenig!“ Sebastian Morgner, MAZ-Redaktionsleiter Oberhavel

Helge Treichel (rechts im Bild) bezweifelt, dass mehr Aufwand mehr Sicherheit bringt

„Zunächst einmal möchte ich klarstellen: Ich bin ein Fan von Kreisverkehren. Im Gegensatz zu Ampeln muss man nur warten, wenn auch wirklich andere Fahrzeuge da sind. Aber: An besagter Einmündung wären aus meiner Sicht weder ein Kreisverkehr noch eine Ampel hilfreich, um die Sicherheit zu erhöhen. Denn einerseits sind die bestehenden Regelungen wie das Tempolimit von 70 km/h und das Überholverbot gute Voraussetzungen für eine größtmögliche Sicherheit. Andererseits hat ja der Unfall weniger mit den örtlichen Gegebenheiten an der Einmündung zu tun, da der Autofahrer beim Linksabbiegen mit dem vorfahrtsberechtigten Gegenverkehr zusammenstieß. Und da im Verhältnis zur B 273 nur vergleichsweise wenige Fahrzeuge die Einmündung überhaupt nutzen, würden ein Kreisverkehr oder eine Ampel den fließenden Verkehr auf der Bundesstraße unnötig beeinträchtigen. Nicht zuletzt in diesem Sinne könnte ich mir deutlich weniger kostspielige Lösungen vorstellen: ein schärferes Tempolimit (50 km/h) oder eine zusätzliche Linksabbiegerspur. Dort könnten Linksabbieger warten, bis die Straße frei ist, ohne sich von nachfolgenden Fahrzeugen eventuell bedrängt zu fühlen. Darüber hinaus steht das beste Rezept für Sicherheit ganz vorn in der Straßenverkehrsordnung: „ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“. Helge Treichel, MAZ-Redakteur

Von Sebastian Morgner und Helge Treichel

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