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Anderthalb Tage im Flughafen-Chaos

Oranienburgerin (21) in London Anderthalb Tage im Flughafen-Chaos

Die Computerpanne am Wochenende bei der British Airways sorgte auf dem Flughafen London-Heathrow für ein Chaos. Mittendrin: die 21-jährige Virginia Janke aus Oranienburg. Anderthalb Tage saß sie dort fest. Sie kam mit Freunden aus Las Vegas – von ihrer Hochzeit.

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Tausende Menschen waren am vergangenen Wochenende auf dem Flughafen London-Heathrow gestrandet – weil es Computerprobleme bei der British Airways gab.

Quelle: dpa

Oranienburg. Anderthalb Tage Stillstand! Eigentlich sollten die Flüge von Las Vegas nach Berlin der Schlusspunkt für einen aufregenden Hochzeitstrip sein. Aber der Zwischenstopp auf dem Londoner Flughafen Heathrow dauerte für Virginia Janke und ihre Freunde ein wenig länger als geplant.

„Unser Flug aus Las Vegas hatte schon Verspätung, und wir haben unseren Anschluss in London verpasst“, erzählt die 21-jährige Oranienburgerin. Als sie und ihre Leute dann am Sonnabendmittag am Gate standen, gab es den Schock: British Airways stornierte alle Flüge. Ein großes Computerproblem hatte dafür gesorgt, dass nichts mehr ging.

Schlafen auf dem Fußboden

Schlafen auf dem Fußboden: Virginia Janke.

Quelle: privat

Was genau los war, erfuhren Virginia Janke und ihre kleine Reisegruppe aber nicht. Nur: dass es nicht mehr weiter ging. „Eigentlich wollten wir auf einen Flug nach Hamburg umbuchen, wir hatten sogar schon eingecheckt, aber plötzlich stand unser Flug nicht mehr auf der Anzeigetafel.“ Im Internet fanden sie die Informationen, die sie brauchten. „Uns selber vor Ort hat man erst mal gar nicht informiert.“

Die pure Verzweiflung machte sich breit: Immerhin musste die 21-Jährige, die in der ersten Frauenmannschaft des Oranienburger Handballclubs spielt, am Montag wieder zur Polizeischule, wo bald auch wichtige Prüfungen anstehen. „Man hat uns ein Hotel angeboten, aber das wollten wir nicht“, erzählt sie. „Wir wollten so schnell wie möglich umbuchen.“

Die Leute schliefen mehr schlecht als recht

Die Leute schliefen mehr schlecht als recht.

Quelle: privat

Tausende Menschen verbrachten die Nacht zum Sonntag im Gate. „Alle waren ziemlich genervt und haben sich angezickt.“ Virginia selbst konnte nicht wirklich schlafen. Auf den blanken Böden, auf den Bänken – überall lagen Leute. „Gegen Mitternacht hat man uns dann Isomatten, Decken und Getränke gebracht.“ Sie stellte sich in eine der Schlangen und legte sich dort hin.

Sonntagfrüh um 4.30 Uhr stand dann endlich fest, dass die Oranienburger Reisegruppe einen Flug nach Berlin-Tegel bekommen hat. „Aber auch erst abends.“ Und selbst der hat sich verspätet, ging statt um 19 Uhr erst um 20.40 Uhr auf die Reise.

Virginia Janke

Virginia Janke.

Quelle: privat

Das Ende der eigentlich schönen Reise war so verpatzt. Und die Koffer konnten auch nicht mit nach Tegel fliegen. „Wir haben eine Verlustmeldung gemacht, und die Sachen sollen uns zugeschickt werden“, sagt Virginia Janke.

Von Robert Tiesler

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