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Andrea Böttcher ist Kremmens neue Schiedsfrau

Mit Sachverstand, Herz und Hirn Andrea Böttcher ist Kremmens neue Schiedsfrau

Wer in Kremmen Zoff mit dem Nachbarn hat oder andere Probleme, die nicht zwingend gleich vor Gericht gehen müssen, der kann sich in Zukunft an Andrea Böttcher wenden. Sie ist ab Januar die neue Schiedsfrau in der Stadt. Die 55-Jährige ist Erzieherin in der Kita „Rhinstrolche“.

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Andrea Böttcher

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Die Idee, Schiedsfrau zu werden, hat Andrea Böttcher schon lange verfolgt. Nun hat sie es geschafft. Ab Januar ist die 55-Jährige Kremmens Streitschlichterin. „Ich glaube, dass ich da ein ganz gutes Händchen habe“, sagt sie. „Ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und bin sehr harmoniebedürftig.“

Immer am ersten Dienstag des Monats wird sie – wie ihre Vorgänger Doris Kegel und Johann Koch – im Rathaus zur Sprechstunde laden. An sie können sich Kremmener wenden, die Nachbarschaftsstreitigkeiten oder andere Probleme haben. Das ist am Ende oft billiger, als damit gleich vor Gericht zu ziehen. „Und ich möchte versuchen, die Streits mit Sachverstand, mit Herz und Hirn zu schlichten.“ Oft gehe es darum, sich auszusprechen, den anderen zu Wort kommen zu lassen, manchmal reiche das schon aus.

Andrea Böttcher lebt und arbeitet seit 1987 in Kremmen, ursprünglich stammt sie aus Wansdorf im Havelland. Sie ist Erzieherin in der Kremmener Kita „Rhinstrolche“. Mit Streitschlichtung kennt sie sich also aus – das kommt auch bei Kindern immer mal wieder vor. „Da ist meine Strategie, erst mal zu beobachten“, erzählt Andrea Böttcher. „Je nach Alter des Kindes sollen sie natürlich auch erst einmal allein versuchen, Streits zu regeln.“

Für die Arbeit in der Schiedsstelle wird es aber dennoch die Herausforderung sein, vorurteilsfrei und loyal zu sein. „Aber ich bin sehr offen.“ Sie freut sich sichtlich auf ihre Aufgabe. „Ich finde auch, ein Ehrenamt auszuführen, ist sehr wichtig.“ Im März will sie an einer Weiterbildung teilnehmen.

Die Kremmenerin geht in ihrer Freizeit gern zu Konzerten oder zu Sportveranstaltungen wie dem Istaf in Berlin. Auch zum Fußball fährt sie mal mit. Sie hat zwei große Söhne und ist auch schon Oma, wie sie stolz lächelnd sagt.

Allerdings fehlt ihr in der Schiedsstelle in Kremmen noch ein Stellvertreter. Dieser Posten ist bislang noch unbesetzt. Sie hofft, dass sich das noch ändert. Wer Interesse dran hat, kann sich im Rathaus melden. Am 5. Januar um 17 Uhr hat Andrea Böttcher dort ihre erste Sprechstunde.

Von Robert Tiesler

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