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Oberhavel Angela Merkel weiht Takeda-Neubau ein
Lokales Oberhavel Angela Merkel weiht Takeda-Neubau ein
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09:36 23.03.2018
Stippvisite: Angela Merkel (CDU) mit Dietmar Woidke (SPD). Quelle: Roeske
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Oranienburg

„Deutschland hat großes Interesse am Ausbau der Zusammenarbeit mit Japan. Takeda zeigt wie es praktisch geht.“ Mit diesen Worten weihte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag ein neues Produktionsgebäude des japanischen Arzneimittelherstellers Takeda in Oranienburg ein. 100 Millionen Euro investierte der Konzern, 180 Arbeits- und Ausbildungsplätze wurden geschaffen. „Das ist ein Bekenntnis des Unternehmens zu Oranienburg“, so Merkel vor 500 geladenen Gästen, „und ein Bekenntnis des Landes zur industriellen Entwicklung in Brandenburg und Vertrauen in diesen Standort.“

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg hat den Werkausbau mit 23 Millionen Euro gefördert. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach von einem „großen Tag für den Gesundheitsstandort Oranienburg und die gesamte Gesundheitsregion Brandenburg.“

6,2 Milliarden Tabletten im Jahr

Drei Milliarde Dollar steckt Takeda – weltweit gibt es 23 Produktionsstandorte in 16 Ländern – pro Jahr in die Forschung und Entwicklung. Christophe Weber, President und CEO der Takeda Pharmaceuticals Company, bezeichnete die Investition in Oberhavel als einen „Meilenstein für uns.“ Er hob vor allem die starke Verbindung des globalen Großkonzerns mit der Stadt hervor. „Oranienburg ist ein gutes Beispiel für internationale Zusammenarbeit.“

In Oranienburg werden knapp 6,2 Milliarden Tabletten und Kapseln im Jahr produziert, die in mehr als 100 Länder weltweit exportiert werden. Mitarbeiter: 766. „Das ist eine Größenordnung, die sich sehen lassen kann“, so Merkel. „Es sind gute, qualifizierte Arbeitsplätze.“ Derzeit verhandelt die EU-Kommission mit Japan über ein Freihandelsabkommen. Merkel pocht auf das sogenannte „Jefta“. „Takeda ist in Vorleistung gegangen“, sagte sie. Die millionenschwere Investition in Oranienburg sieht sie als „gutes Omen für die deutsch-japanische Zusammenarbeit.“

Auf einem Produktionsrundgang machte sich die Bundeskanzlerin ein Bild von Innovationen wie einem 3D-Drucker, der per Mausklick Werkzeuge und Ersatzteile erstellt. Hans-Joachim Kaatz, Geschäftsführer von Takeda, sieht damit in eine greifbare Zukunft: „Es spart Zeit und Kapazitäten.“ 3D-Drucker werden verstärkt im Pharmaziebereich Einzug halten und „die Arbeit revolutionieren.“

Von Marco Winkler

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