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Oberhavel Angelika Krüger-Leißner ist zurück
Lokales Oberhavel Angelika Krüger-Leißner ist zurück
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17:11 14.02.2017
Angelika Krüger-Leißner, hier noch mit markantem schwarzen Haar. Jetzt ist sie blond. Quelle: MAZ
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Oberhavel

Angelika Krüger-Leißner ist zurück. Die Sozialdemokratin rückt für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD), dessen Mandat nun frei wird, in den Bundestag nach – zumindest bis September. Dann wird der Bundestag neu gewählt. Von 1998 bis 2013 vertrat sie dort schon den hiesigen Wahlkreis 58 (Oberhavel/Havelland II). Dann verlor sie ihr Bundestagsmandat gegen Uwe Feiler (CDU) – und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück.

„Ich habe 15 Jahre durchgepowert“, erzählt die heute 65-Jährige. „Nach der Enttäuschung brauchte ich Ruhe. Es war nicht einfach, ein Mensch mit Niederlage zu sein. Das war neu für mich.“ Die MAZ erwischte sie auf der Berlinale. Sie ist dort Schirmherrin eines Filmpreises. Keine Überraschung bei der ehemals filmpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag.

„Vielleicht wollte ich unbewusst wirklich abtauchen“

Überraschend vielleicht: Ihr markantes schwarzes Haar ist nun blond gefärbt. „Ich musste mich neu aufstellen, ein neuer Lebensabschnitt begann“, erklärt sie und schiebt eine These nach: „Vielleicht wollte ich unbewusst wirklich abtauchen.“

Welche Aufgabe sie im Bundestag übernehmen wird, ist noch unklar. Am Mittwoch hat sie ein Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier. Die Entscheidung, wieder in die Politik zu gehen, sei dabei bei Weitem nicht spontan gefallen. Viele hätten sie ermutigt. Dass ihre Zeit begrenzt ist, nur einige Monate lang, weiß sie.

Was sie in den Monaten möchte: Den Bundestagskandidaten Benjamin Grimm unterstützen. Sie selbst wird nicht antreten. „Ich freue mich, dass unsere Region wieder durch eine Sozialdemokratin im Bundestag vertreten ist“, so Grimm, Rechtsanwalt in Schönfließ. „Wir werden gemeinsam für mehr soziale Gerechtigkeit bei Kitas, Mieten und Rente werben.“

Von Marco Winkler

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