Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Angelika Krüger-Leißner ist zurück

Oberhavel Angelika Krüger-Leißner ist zurück

Dreieinhalb Jahre hat sie pausiert, sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nach ihrer Niederlage gegen Uwe Feiler (CDU) verabschiedete sich Angelika Krüger-Leißner von der Politik. Jetzt kommt sie wieder, rückt für Frank-Walter Steinmeier in den Bundestag nach – zumindest bis September.

Voriger Artikel
400 Liter Heizöl ausgeflossen
Nächster Artikel
Vermieter tötet unliebsame Mieterin

Angelika Krüger-Leißner, hier noch mit markantem schwarzen Haar. Jetzt ist sie blond.

Quelle: MAZ

Oberhavel. Angelika Krüger-Leißner ist zurück. Die Sozialdemokratin rückt für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD), dessen Mandat nun frei wird, in den Bundestag nach – zumindest bis September. Dann wird der Bundestag neu gewählt. Von 1998 bis 2013 vertrat sie dort schon den hiesigen Wahlkreis 58 (Oberhavel/Havelland II). Dann verlor sie ihr Bundestagsmandat gegen Uwe Feiler (CDU) – und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück.

„Ich habe 15 Jahre durchgepowert“, erzählt die heute 65-Jährige. „Nach der Enttäuschung brauchte ich Ruhe. Es war nicht einfach, ein Mensch mit Niederlage zu sein. Das war neu für mich.“ Die MAZ erwischte sie auf der Berlinale. Sie ist dort Schirmherrin eines Filmpreises. Keine Überraschung bei der ehemals filmpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag.

„Vielleicht wollte ich unbewusst wirklich abtauchen“

Überraschend vielleicht: Ihr markantes schwarzes Haar ist nun blond gefärbt. „Ich musste mich neu aufstellen, ein neuer Lebensabschnitt begann“, erklärt sie und schiebt eine These nach: „Vielleicht wollte ich unbewusst wirklich abtauchen.“

Welche Aufgabe sie im Bundestag übernehmen wird, ist noch unklar. Am Mittwoch hat sie ein Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier. Die Entscheidung, wieder in die Politik zu gehen, sei dabei bei Weitem nicht spontan gefallen. Viele hätten sie ermutigt. Dass ihre Zeit begrenzt ist, nur einige Monate lang, weiß sie.

Was sie in den Monaten möchte: Den Bundestagskandidaten Benjamin Grimm unterstützen. Sie selbst wird nicht antreten. „Ich freue mich, dass unsere Region wieder durch eine Sozialdemokratin im Bundestag vertreten ist“, so Grimm, Rechtsanwalt in Schönfließ. „Wir werden gemeinsam für mehr soziale Gerechtigkeit bei Kitas, Mieten und Rente werben.“

Von Marco Winkler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg