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Angeln ist sein großes Hobby

Liebenwalde Angeln ist sein großes Hobby

Florian Lemke kennt kein schöneres Hobby als das Angeln. Stundenlang kann er am Vosskanal sitzen, mitten in der Natur. Inzwischen hat er so viel gelernt, gesehen, sich angeeignet, dass er zu großen Wettkämpfen mitfährt. Aber für ihn bleibt das Wichtigeste, der Spaß am Angeln.

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Florian Lemke hat eine Brasse geangelt. Für den Vosskanal sei das ein ordentlicher Fang. Der 19-Jährige hat riesigen Spaß an seinem Hobby.

Quelle: Robert Roeske

Liebenwalde. Im Moment hat Florian Lemke viel Zeit, nur noch die Mathe-Prüfung – dann hat er sein Abi in der Tasche. „Zwei, drei Mal in der Woche sitze ich schon hier“, sagt der 19-Jährige und wendet den Blick nicht eine Sekunde von seiner Angel. Bis zu 13 Meter lang kann die Steckrute werden. Sie ist aus Carbon, sonst könnte er sie gar nicht halten. „Ach, es ist fast keine Strömung“, sagt er.

Florian hat eine Brasse im Kescher

Florian hat eine Brasse im Kescher. Er wusste schon bevor der Fisch aus dem Wasser lugte, was es sein könnte..

Quelle: Robert Roeske

Deshalb verteilen sich die Würmer zum Anfüttern nicht so gut. Florian muss etwas nachhelfen mit einem Futterball. Und schon strafft sich die Angelsehne. „Oh, das ist ein großer, bestimmt ein Karpfen oder eine Brasse“, sagt er, noch bevor irgendwas von seinem Fang an der Oberfläche zu sehen ist. Stimmt, es ist eine ordentliche Brasse, mehr als ein Kilo schwer. „Das ist ein sehr schöner Fang für den Vosskanal hier.“ Stundenlang könnte Florian Lemke vom Angeln erzählen. Sein Vater hat ihn angesteckt. „Angefangen habe ich beim ’Goldenen Haken’ in Neuholland.“ Jetzt fährt er zu Wettkämpfen.

In einen Pole Cup legt Florian einen Futterball, den er dann mit seiner Angel genau im Wasser platzieren kann

In einen Pole Cup legt Florian einen Futterball, den er dann mit seiner Angel genau im Wasser platzieren kann. Damit sollen die große Fische angelockt werden.

Quelle: Robert Roeske

Als 14-Jähriger reiste er zum ersten Mal zum Angelcamp. Tagelang drehte sich alles ums Angeln. Da ist es passiert. „Ich hab zum ersten Mal eine Kopfrute gesehen.“ Abends saß der Junge aus Hammer mit deutschen Meistern und Siegern des International Anglers Meeting zusammen. „Das IAM ist ein großer Wettkampf, da kommen die Leute aus Polen, Frankreich, Tschechien – von überall her.“ Florian Lemke war total fasziniert von den Erzählungen, den Tipps der „Profis“ und der tollen Atmosphäre. „Nach diesem Camp habe ich mir meine erste Kopfrute gekauft.“ An den Tag kann er sich genau erinnern.

Jede Menge Würmer und Maden gehören beim Angeln dazu

Jede Menge Würmer und Maden gehören beim Angeln dazu.

Quelle: Robert Roeske

Bei Wettkämpfen lernte Florian immer mehr Leute kennen, angelte beim Sachsenhausener Verein und trat 2015 beim Tubertini Master Cup an. „Da war ich der Zweitbeste.“ Die Angler vom Sensas Team in Falkensee erkannten sein riesiges Talent. Und schon ein Jahr später fuhr er mit den Falkenseern nach Tschechien zum Freundschaftsangeln. „Da saß ich neben einer Weltmeisterin“, erzählt Florian. Und er hatte den zweitschwersten Fang. Wieder entstanden neue Kontakte und Freundschaften. In zwei Wochen fährt er zum „24 Stunden Feedern“. Und im Juni geht’s nach Litauen, wo er wieder viele prominente Angler trifft.

Und seine größten Fische? „Das war bis jetzt ein Hecht mit 1,01 Metern Länge und ein 26 Pfund schwerer Karpfen.“ Der 19-Jährige findet es schön, solch ein Hobby zu haben.„Es vergeht kein Tag mehr, an dem ich nicht angeln im Kopf habe. Man muss es eben mögen.“ In seinem Abi-Jahrgang seien die meisten Zocker oder Modebegeisterte. Er nicht. Berlin ist nichts für ihn. Er liebt die Natur, die Ruhe, hat so viel Spaß an seinem Hobby, das könnte er in der Stadt nicht ausleben.

In der Natur zu sitzen, an der frischen Luft – auch das macht für Florian das Besondere am Angeln aus

In der Natur zu sitzen, an der frischen Luft – auch das macht für Florian das Besondere am Angeln aus.

Quelle: Robert Roeske

Florian ist in Hammer groß geworden, auf einem abgelegenen Bauerngehöft nicht weit vom Wutzsee. Und dort möchte er bleiben. „Das macht richtig Laune, da zu wohnen.“ Und: „Ich hab ein Superverhältnis zu meinen Eltern, die unterstützen mich, es gibt immer was zu tun und wir haben genug Platz für zwei Familien.“ Florian hat genaue Vorstellungen von seiner Zukunft. Nach dem Abi macht er eine Fliesenlegerlehre, dann wird er selbstständig. Das mit dem Lehramt hat er sich aus dem Kopf geschlagen. Die Eltern brauchen ihn auf dem Hof. „In der Stadt würde mir die Landschaft fehlen.“ Und natürlich das Angeln.

Von Andrea Kathert

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