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Oberhavel Angeln liegt voll im Trend
Lokales Oberhavel Angeln liegt voll im Trend
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00:17 12.04.2017
Info-Austausch zwischen Peter Stöwe, Olaf Wusterbarth, Thorsten Fanselow, Kai Richter, Andreas Pompetzki, Marco Schultze (v.l.). Quelle: FOTO: Robert Roeske
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Oranienburg

Mehr als 10 000 Stunden hatten sich die Mitglieder 2016 ehrenamtlich an Gewässern engagiert, unter anderem Totholz und Müll weggeschafft. Es war nur eine Facette des Erreichten im vergangenen Jahr. „Für die geleistete Arbeit möchte ich mich als Vorsitzender bei den Vorstandsmitgliedern, bei allen Vorständen der Mitgliedsvereine und nicht zuletzt auch beim Leiter der Geschäftsstelle bedanken“, erklärte Olaf Wusterbarth. Am Sonnabend hielten der Vorsitzende des Kreisanglerverbandes Oberhavel und rund 90 Gäste – darunter 76 Delegierte der fast 80 Angelvereine im Südkreis– ihren 27. Kreisverbandstag im Oranienburger Pharmasaal ab.

Eine wichtige Erkenntnis an diesem Morgen: Angeln liegt in Oberhavel im Trend. Fast 5300 Mitglieder in den Vereinen gibt es. Zum Vergleich: im Jahr 2012 waren es noch rund 4800. Der Mitgliederschwund nach der Wende sei schon lange gestoppt, so Olaf Wusterbarth. Das habe nicht nur mit dem Zuzug in vielen Städten Oberhavels zu tun. „Es gibt im Landkreis viele Gewässer, so dass man an vielen Stellen angeln kann.“ Zudem gebe es attraktive Tages – und Wochenangelberechtigungen, die den Einstieg erleichtern. Auch bei den Jugendlichen ist der Verband gut aufgestellt, 2016 gab es rund 540 Mädchen und Jungen in den Vereinen, 2012 waren es 490. „Damit liegen wir im Land Brandenburg an der Spitze“, so Wusterbarth. Auch wenn das traditionelle Kinderferienlager ausfallen musste und ein alternativ angebotener Workshop zum Thema Naturschutz und Angeln mangels Interesse ausfallen musste. In diesem Jahr soll das Ferienlager statt wie bisher in Zootzen nun in der Uckermark im Resort Kolbatzer Mühle stattfinden, es ist Platz für 25 Mädchen und Jungen von acht bis 12 Jahren.

Zudem sorgten Mitglieder des Kreisanglerverbandes im vergangenen Jahr dafür, dass der Fischbestand in den Oberhaveler Gewässern aufgebessert wird. 17 000 Glasaale, 1700 Zander und mehr als vier Tonnen Karpfen wurden im vergangenen Jahr in die Gewässer gesetzt. Allein 600 Kilogramm an Karpfen landeten im Grabowsee bei Schmachtenhagen und weitere 600 Kilogramm Zander in der Schnellen Havel. „Sie fanden in den Gewässern rund um Oranienburg eine neue Heimat. in Geld gerechnet sind das gut 25 000 Euro an praktischer Beitragsrückführung seitens des Landesanglerverbandes in die Region“, erklärte Olaf Wusterbarth.

Für die Bestandskontrollen sind 14 Mitglieder im Landkreis unterwegs. Auch in diesem Frühjahr hat der Verband schon wieder über 40 Kilogramm – das sind etwa 33000 Fische – an Glasaalen bekommen und in die Gewässer gebracht. Ein spezielles Besatzprojekt für den Beetzer See indes sei aus umwelt- und tierschutzrechlichen Gründen vorerst auf Eis gelegt, erklärte Wusterbarth. Allerdings habe eine Bestandskontrolle am Beetzer See in diesem Jahr ergeben, dass sich der Fischbestand erhole, auch beim Zander. „Der Aufwand 2011, die vielen Fahrten zwischen der Teichanlage Neuholland und dem Beetzer See haben sich gelohnt. Man fängt wieder Fisch.“

Von Marco Paetzel

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