Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Anglern bleibt der Weg durch Kanal versperrt
Lokales Oberhavel Anglern bleibt der Weg durch Kanal versperrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:17 02.01.2018
Matthias Pfitzner, Rico Schattschneider, Peter Quaschinsky, Kerstin Borret und Margit Roos (von links) protestieren. Quelle: Stefan Blumberg
Neuglobsow

Die Neuglobsower und Menzer Angler sind angefressen. Eigentlich schon länger. Aber die Tatsache, dass jüngst etwa 30 Kanusportler aus dem Land Brandenburg vom Stechlinsee über den Verbindungskanal zum Nehmitzsee fahren durften, förderte den Groll erneut zu Tage. „Uns ist das seit einiger Zeit nämlich nicht mehr erlaubt“, so Peter Quaschinsky vom Angelverein Neuglobsow über die Festlegungen für die im Naturschutzgebiet liegenden Seen und den Verbindungskanal. Für die hiesigen Petrijünger (drei Vereine) ist diese Anordnung unverständlich. Aus dem Grund machten sie ihrem Unmut am Silvestertag mit einer Plakataktion Luft und protestierten dagegen, dass sie den Kanal nicht nutzen dürfen – gut sichtbar für alle Teilnehmer des Silvesterspazierganges. „Freie Durchfahrt für Angelsportler der ansässigen Vereine (war bis 2015 erlaubt!)“, ist die Kernnachricht, die die Angler rüberbringen wollen.

Frühere Zusage zurückgenommen

Im Jahre 2010 erhielt der DAV Neuglobsow von Mario Schrumpf, dem Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land, Post. In dem Schreiben vom 20. Juli teilte er mit, dass die Untere Naturschutzbehörde Verbotsschilder zur Befahrung des Verbindungskanals aufgestellt habe, entsprechend der Verordnung des Naturschutzgebietes Stechlin. Ausgenommen von der Regelung sei die Angelfischerei – inklusive Bootsnutzung. Das betraf sowohl den Fischereipächter als auch die Mitglieder der Angelvereine.

Knapp sechs Jahre später, am 4. März 2016, nahm Mario Schrumpf die Genehmigung wieder zurück. „Ich hatte mich damals geirrt“, sagt der Naturparkleiter. Er ließ seine einstige Aussage zum Befahrungsverbot des Kanals Stechlinsee-Nehmitzsee juristisch prüfen. Ergebnis: Nur der Fischereipächter darf den Kanal nutzen.

Antrag der Angler abgelehnt

Der Vorsitzende des Angelvereins Neuglobsow, Rainer Koschel, beantragte im Januar 2017 bei der Unteren Naturschutzbehörde die Befreiung vom Fahrverbot der Angler auf dem Kanal. Diese Befreiung wurde abgelehnt. „Und wir konnten auch noch die Kosten in Höhe von 50 Euro tragen“, sagt Matthias Pfitzner vom Angelverein Neuglobsow. Die Ablehnung wurde damit begründet, dass der Kanal Bestandteil des Naturschutzgebietes Stechlin sei. Die Verordnung dafür gelte seit 2002 (geändert 2015). Zudem würde das Areal ein FFH-Gebiet (Fauna/Flora/Habitat) und SPA-Gebiet (Vogelschutzrichtlinie) sein und sei ebenso unter Schutz gestellt.

„Wir wollen den Kanal lediglich einmal im Jahr zum Hegefischen nutzen“, sagt Peter Quaschinsky. „Wir bewegen uns ohne Motor dort entlang.“ 20, 30 Jahre lang hätten die Angler den Kanal passieren können – es sei in der Zeit nichts Schädliches passiert“, so Peter Quaschinsky, der es bedauerlich findet, dass die Einheimischen vor den Kopf gestoßen würden; insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich Kanufahrer auf dem Abschnitt bewegen dürften. Achselzuckend steht auch Matthias Pfitzner daneben, der sich noch sehr gut an andere Zeiten erinnern kann: „Wir kannten einmal jeden Biber und jeden Eisvogel. Aber das war einmal.“

Von Stefan Blumberg

Immer mehr Wildschweine traben durch Hennigsdorf, erst am Dienstag wurde wieder eine Rotte in Hennigsdorf-Nord gesichtet. Im Hennigsdorfer Rathaus sieht man die zunehmende Zahl der Wildschweine mit Sorge. Die Population werde weiter zunehmen, fürchtet Ordnungsamtschef Volker Riemann. Die Jäger indes schießen viele Tiere im Wald.

05.01.2018

Der erste Bauabschnitt bei der Sanierung der Marwitzer Straße bleibt länger gesperrt als geplant. Statt Ende 2017 wird der Abschnitt zwischen der Brücke und der Fontanestraße nun voraussichtlich bis Februar fertig. Dennoch soll die Straße wie geplant bis Ende 2018 komplett saniert sein.

05.01.2018

365 Tage voller Geschichten – die MAZ-Redakteure der Lokalredaktion Oberhavel blicken zurück auf’s Jahr und die Geschichten, welche ihnen am stärksten in Erinnerung geblieben sind.

03.01.2018