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Oberhavel Anlaufstelle für große und kleine Probleme
Lokales Oberhavel Anlaufstelle für große und kleine Probleme
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18:20 01.11.2016
Denise Uhlig mit einigen Schülersprechern der Ahorngrundschule. Gemeinsam betätigen sie sich auch als Streitschlichter. Quelle: Helge Treichel
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Bergfelde

Nach fast zehnjähriger Pause gibt es wieder eine Schulsozialstation an der Ahorngrundschule. Bereits sechs Wochen nach dem erneuten Startschuss habe sich das Projekt zum wahren Glücksfall für die Schule entwickelt, sagt Konrektorin Kati Goerlich: „Wir haben Probleme erkannt, von denen wir vorher gar nicht wussten, dass es sie gibt.“

Sozialpädagogin Denise Uhlig hatte zum Schuljahresbeginn ihre Arbeit in Bergfelde aufgenommen. Sie war zuvor als Sozialarbeiterin an der Gesamtschule in Mühlenbeck tätig und ist nun froh, genau das machen zu können, „was ich immer wollte“ – mit Kindern im Grundschulalter zu arbeiten. In diesem Alter gebe es „mehr Möglichkeiten, Hilfestellung zu geben und unterstützend zu wirken“, sagt sie. Kinder hätten vielfach Hemmungen, bei ihren Lehrern Probleme anzusprechen – aus Angst anzuecken. Außerdem gebe es mitunter Missverständnisse zwischen Kindern und Eltern, umreißt Denise Uhlig wichtige Wirkungsfelder. Ein weiteres sei die Elternarbeit. Um die Angebote möglichst niedrigschwellig zu halten, gebe es den „offenen Treff“ in den Pausen.

Jan Alexy, Elternvertreter und Vorsitzender der Schulkonferenz. Quelle: Helge Treichel

Die erneute Initiative für die Schulsozialstation begann vor zwei Jahren und geht auf die Initiative von Jan Alexy zurück. Der 42-Jährige ist als Elternvertreter Vorsitzender der Schulkonferenz. Mit diesem Blick von außen seien den Eltern immer wieder kleinere Probleme aufgefallen. Zum Beispiel, dass Scheidungskinder nicht sozial aufgefangen werden und schulisch abrutschen. Weil Lehrer diese Arbeit nicht nebenbei leisten können, sei bewusst der Aufbau einer Schulsozialarbeit als Anlaufpunkt für Kinder und Bindeglied zwischen Schule und Familie angepeilt worden. „Das müsste eigentlich an jeder Grundschule Standard sein“, ist Alexy überzeugt. Deshalb wurden alle vier Grundschulen der Stadt in die Bemühungen einbezogen. Mit der Borgsdorfer Grundschule werde nun auch eng zusammengearbeitet. Dort nahm Anfang Oktober Schulsozialarbeiterin Silvia Engl ihre Arbeit auf. Das Konzept werde jetzt gemeinsam erstellt, bewusst nicht nach einem Schema und individuell für jede Schule.

Konrektorin Kati Goerlich bedankt sich bei Denise Uhlig für den tollen Start des Schulsozialarbeitsprojektes. Quelle: Helge Treichel

Ziel sei es, die Konzepte noch vor der Sommerpause 2017 im Sozialausschuss vorzustellen, sagt Sebastian Kullack, Fachbereichsleiter für Soziales im Rathaus. In diesem Monat beginne eine externe Beratung, gefördert von Kreis und Land. Auch Birkenwerder, wo es bereits länger eine Schulsozialarbeiterin gibt, sei eingeladen. Mit der Nachbarkommune würden schließlich gemeinsame Schulbezirke angestrebt.

Kullack selbst bekam ein großes Dankeschön von den Bergfelder Lehrern und Eltern. Er und der Bürgermeister hätten sich sehr aufgeschlossen gezeigt. „Wir hatten drei Jahre für die Realisierung geplant, geschafft haben wir es nach zweien“, sagt Jan Alexy, auch mit Blick auf die Unterstützung aus den Reihen der Stadtverordneten. Das Engagement der Stadt sei gar nicht selbstverständlich, da es sich um eine freiwillige Aufgabe handele, so Alexy.

Stadt investiert in Sozialarbeit

Die Stadt stellt in diesem Jahr 40 000 Euro und 2017 noch einmal 100 000 Euro für die Schulsozialarbeit in Bergfelde und Borgsdorf zur Verfügung.

Damit wird zunächst die auf anderthalb Jahre befristete Pilotphase des Projektes finanziert.

Erklärtes Ziel ist es jedoch, Schulsozialstationen an allen vier Grundschulen der Stadt einzurichten und das Projekt über Testphase hinaus fortzusetzen.

Bis 2007 hatte es bereits eine Schulstation an der Bergfelder Grundschule gegeben – bis das Projekt der Hennigsdorfer PuR auslief.

Von Helge Treichel

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