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Anradeln auf dem Bahndamm

Gransee Anradeln auf dem Bahndamm

Über sieben Kilometer führt der neue Radweg auf dem alten Bahndamm von Gransee nach Schulzendorf und weiter an den Stechlinsee. Die Etappe wurde für 1,6 Millionen Euro gebaut – mit Rücksicht auf eine spezielle Art Eidechsen.

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Vor der Abfahrt: Friedensfahrer Rolf Töpfer (r.) führte ein großes Team auf dem neuen Abschnitt des Stechlinseeradweges an.

Quelle: Uwe Halling

Gransee. Ein bisschen Sonne und Rückenwind wäre den Radlern am Sonnabend in Gransee zu wünschen gewesen – so tapfer, wie sie auf dem neuen Abschnitt des Stechlinsee-Radweges Kilometer „schrubbten“ und dem Regen trotzten. Am Knotenpunkt unterhalb des Granseer Klosters kam schon vor dem Start ein bisschen Friedensfahrt-Feeling auf, was nicht nur an der Blasmusik und Radfahrlegende Rolf Töpfer lag, der eine ziemlich große Mannschaft bei dieser feierlichen Etappenfahrt anführte.

Auch Infrastrukturministerin Kathrin Schneider trat neben dem stellvertretenden Landrat Egmont Hamelow sowie Amtsdirektor Frank Stege in die Pedale – nachdem alle gemeinsam das symbolische Band durchschnitten und das Bauprojekt gewürdigt hatten. Der sieben Kilometer lange Abschnitt bis Schulzendorf sei mit Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro ziemlich teuer gewesen, betonte Schneider. Das lag auch an den geschützten Zauneidechsen, deren Vorkommen einen Baustopp provozierte und die zunächst umgesiedelt werden mussten, bevor die Arbeiten an der Trasse auf dem alten Bahndamm weitergehen konnten. Weil es dafür keinen Fördertopf gab, musste zunächst auf kreative Weise die Finanzierung der zusätzlichen Kosten gesichert werden, wie die Ministerin sagte. Der Kommune wäre dies nicht aufzubürden gewesen. Die Eidechsen hätten den Umzug in jedem Fall gut überstanden.

„Brandenburg ist Radfahrerland. Dafür werden wir von den Touristen geliebt“, sagte die Ministerin. Während im bundesdeutschen Durchschnitt rund neun Prozent aller gefahrenen Kilometer auf dem Rad zurückgelegt würden, seien es in der Mark 13 Prozent. Mit dem Stechlinseeradweg fänden aber nicht nur Besucher, sondern auch Einheimische eine wunderbare Trasse vor. Zwei Abschnitte auf dem rund 26 Kilometer langen Gesamtstück müssten laut Amtsdirektor Frank Stege noch erneuert werden.

Die Einweihung des Radweges markierte den Start in die Brandenburger Radfahrsaison und auch den Start für das Knotenpunkt-System im Landkreis. Normalerweise stünden Knoten für Probleme – „in diesem Fall für Verbindungen“, sagte Vize-Landrat Egmont Hamelow. Die auffallende Wegmarkierung – eine weiße Ziffer auf rotem Grund und eine große Kartenansicht – befindet sich überall dort, wo zwei Radrouten aufeinandertreffen. 100000 Euro hat der Landkreis für die umfangreiche Beschilderung ausgegeben. 129 Knotenpunkte gibt es in Oberhavel – sie verbinden mehrere 100 Kilometer Strecke und sollen Radfahrern die Orientierung erleichtern. Zugleich lassen sich mit dem System Touren zusammenstellen: Radeln nach Zahlen.

Vor der Abfahrt kündigte Egmont Hamelow auch gleich das nächste Projekt an: die Modernisierung der touristischen Radwege im Landkreis. Diese Aufgabe werde gemeinsam mit den Kommunen in Angriff genommen.

Von Cindy Lüderitz

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