Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Anwohner fordern Tempo 30 an der Stoeckerstraße

Bürgerinitiative kämpft gegen den Lärm Anwohner fordern Tempo 30 an der Stoeckerstraße

80 Unterschriften hat die BI zusammengetragen. Ein erster Vorstoß, auf der Stoeckerstraße in Oranienburgs Ortsteil Sachensenhausen zu erreichen, verlief im vergangenen Jahr im Sande. Doch die Anwohner wollen nicht locker lassen, starten einen erneuten Vorstoß.

Voriger Artikel
Bäcker Plentz kann 2016 umziehen
Nächster Artikel
Der Luftbildauswerter

Nicht nur Bernd-Peter Grundler macht der Lärm vor seinem Haus krank.

Quelle: Enrico Kugler

Sachsenhausen. Stühlerücken am Dienstagabend beim Ortsbeirat in Sachsenhausen: Mehrere Vertreter der Bürgerinitiative Stoecker-straße waren zur Sitzung im Feuerwehrdepot erschienen. Unterstützt wurden sie vom Stadtverordneten Jörg Roitsch von den Grünen. Es war so eng im kleinen Beratungsraum, dass die letzten Gäste auf dem Flur sitzen mussten. Bernd-Peter Grundler von der BI ergriff sogleich das Wort und erklärte, warum die Anlieger in der Stoeckerstraße so genervt sind.

Hier liegt einiges im Argen: Jutta und Bernd-Peter Grundler wohnen seit 1975 in dem Haus an der Stoeckerstraße 20, ein altes Siedlungshaus. Vor der Tür ist es laut, niemand hält sich an Tempo 30 an der Brücke und in der Kurve. Zudem gibt es keinen Radweg. Radler fahren in hohem Tempo an den Grundstücken vorbei, dass es gefährlich ist, aus der Tür zu treten. Und sie selbst sind auf der engen Fahrbahn in Gefahr. Hinzu kommt, dass wegen der nur 5,20 Meter breiten Straße Lkw nur aneinander vorbei passen, wenn sie den Fußweg überfahren. Und da sind last but not least die ewigen Sandstürme vom Feld vis a vis. Gerade bei der aktuellen Trockenheit wehen dicke Staubwolken über die Grundstück, so dass vor allem die Anwohner der Stoeckerstraße seit Jahren die Bepflanzung des Feldsaumes mit einer Hecke oder Pappeln fordern. Eine Schutzhecke hatten Grundlers schon 2005 bei der Stadt angesprochen. Bekamen aber keine Antwort. Auch ihre Forderung nach einem Gründstreifen als Fußweg verhallte ungehört. Nur beim Ärgernis der riesigen Landwirtschaftsfahrzeuge der KTG hat es eine Lösung des Problemes gegeben. Am 19. März waren 20 Anwohner in den Betrieb geladen. Fazit: Es gibt eine Hotline, die sie anrufen können, wenn große Traktoren und Landwirtschaftstechnik das Tempolimit missachten und die Bankette überfahren und zerstören. „Das zeigt Wirkung“, so Grundler. Jetzt will die BI, die inzwischen 80 Unterschriften gesammelt hat, nach 2014 einen neuen Vorstoß in Sachen Tempolimit unternehmen.

Ortsvorsteher Jürgen Wruck versicherte, das Schreiben, das ihm die BI hatte zukommen lassen, gleich an den Baustadtrat weitergeleitet zu haben. Allerdings sollte man zunächst die Aufstellung des gerade erarbeiteten Verkehrsentwicklungsplanes abwarten. „Dann wird festgelegt, welche Straße mit welcher Geschwindigkeit zu befahren ist.“ Der Ortsvorsteher machte deutlich: „Es ist ja nicht so, dass wir als Ortsbeirat nichts machen.“. Der Antrag auf Tempo 30 sei schon mal in der Stadtverordnetenversammlung eingebracht, aber nicht befürwortet worden. „Weil ihr Antrag einfach zu weit ging“, meinte Wruck.

Vom Prinzip unterstützt der Ortsbeirat das Ansinnen zur Geschwindigkeitsreduzierung. Ob allerdings alle Mitglieder des Beirates geschlossen dahinter stehen, soll eine spätere Abstimmung zeigen. Zunächst ist der Plan folgender: Michael Fehlow und Jörg Roitsch werden auf der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 16. Juni, ab 18.30 Uhr in der Orangerie erfragen, wie der Stand der Dinge ist. „Die richtige Adresse sind die Stadtverordneten“, so Wruck.

Von Andrea Kathert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg