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Anwohner gegen Ausbau der Marwitzer Straße

Bötzow Anwohner gegen Ausbau der Marwitzer Straße

Am 26. Juli sollen die Bauarbeiten in der Marwitzer Straße in Bötzow beginnen. Die Straße wird breiter. Anwohner Carsten Posner spricht sich dagegen aus. Er kritisiert, dass die Anwohner noch nicht informiert worden seien – und er hat eine ganze Idee, den verkehr zu steuern.

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Carsten Posner an der Marwitzer Straße in Bötzow.

Quelle: Robert Tiesler

Bötzow. Eigentlich ist bereits alles genau geplant. Voraussichtlich am 26. Juli beginnen die Bauarbeiten in der Marwitzer Straße in Bötzow. Die Strecke soll breiter werden, so Oberkrämers Bauamtsleiter Dirk Eger – von jetzt 3,80 Meter auf dann 4,25 Meter. Wobei die Straße in ihrem Verlauf allerdings unterschiedlich breit ist. Wegfallen wird dann auch der schmale Grünstreifen zwischen der Asphaltpiste und dem Gehweg, der allerdings schon jetzt kaum noch grün ist und immer wieder befahren wird.

Gebaut wird die recht lange Strecke in mehreren Abschnitten. In diesem Jahr geht es um die Zone zwischen der Fennstraße und der Friedhofsstraße. In den Jahren 2018/19 könnte es dann in anderen Abschnitten weitergehen.

Erstmals hatte die MAZ im Februar über die geplanten Bauarbeiten berichtet, im Ortsbeirat war das schon im vergangenen Jahr ein Thema. Kurz bevor es los geht, regt sich unter den Anwohnern nun Protest. Carsten Posner, der mit seiner Familie an der Marwitzer Straße wohnt, hält den Ausbau der Strecke für falsch. Er befürchtet, dass die Autofahrer dann noch schneller durch das Viertel fahren. Erlaubt ist zwar Tempo 30, aber daran würden sich viele nicht halten, sagt Carsten Posner. Hinzu komme: Viele würden die Marwitzer Straße als Durchgangsstrecke von Marwitz in Richtung Schönwalde nutzen. Gerade im Berufsverkehr seien dort viele Autos unterwegs, hat der Anwohner immer wieder beobachtet – oft hätten die Autos auswärtige Kennzeichen.

Die Marwitzer Straße in Bötzow

Die Marwitzer Straße in Bötzow

Quelle: Robert Tiesler

Carsten Posner wirft der Verwaltung vor, nicht informiert zu haben. Allerdings hat er sich bislang auch noch nicht an den Ortsbeirat oder an das Bauamt in Oberkrämer gewandt, sagte er am Donnerstag. Das wolle er nun nachholen und an das Bauamt schreiben. Der Bewohner sagt, die Verbreiterung der Straße sei überflüssig, weil sich danach trotzdem nicht zwei Autos ungehindert begegnen könnten.

Sein Vorschlag: eine Einbahnstraßenregelung für die Marwitzer Straße. „So würde auch der Straßenverlauf unterbrochen werden“, so Carsten Posner. Aus seiner Sicht hätte das zwei Vorteile: Es gebe keinen direkten Durchgangsverkehr mehr. Außerdem würden sich dann keine zwei Autos mehr begegnen müssen.

Aus Sicht von Bauamtsleiter Dirk Eger geschieht der Straßenbau auch, um den Schulweg sicherer zu gestalten. Der Gehweg werde leicht angehoben, ein Rundboard entstehe zur Straße hin. Laut Dirk Eger passen auf der verbreiterten Straße dann auch zwei Autos aneinander vorbei, was Carsten Posner jedoch anzweifelt.

Derzeit liegt die Kostenschätzung für das Projekt übrigens bei 154 000 Euro. Mit dem Ortsbeirat von Bötzow sei dies alles auch abgesprochen, sagt der Bauamtsleiter. „Wir haben uns zwei Jahre alle gemeinsam Gedanken gemacht.“ Laut Dirk Eger habe es auch bereits Gespräche mit Anwohnern gegeben, die sich ans Bauamt gewandt hatten.

Von Robert Tiesler

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