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Oberhavel Apothekerin bearbeitet Rezepte mit Herz
Lokales Oberhavel Apothekerin bearbeitet Rezepte mit Herz
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09:17 25.11.2016
Simone Vettin engagiert sich mit Herz. Quelle: Helge Treichel
Glienicke/Mühlenbecker Land

Die Glienicker Apothekerin Simone Vettin hat in diesem Jahr die Aktion „Rezept mit Herz“ ins Leben gerufen. Für jedes eingelöste Rezept spendete die Neue Roland Apotheke einen Euro an eines von insgesamt vier sozialen Projekten. Im Laufe der beiden Aktionszeiträume im Frühjahr und Sommer kamen insgesamt 3425 Euro zusammen. Davon gehen 510 Euro an den Verein Apotheker ohne Grenzen, 865 Euro an den Förderverein der Grundschule Glienicke und jeweils 1025 Euro an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Brandenburg sowie die MS-Selbsthilfegruppe Schildow.

Multiple Sklerose, kurz MS, sei eine Autoimmunerkrankung, über die viel zu wenig bekannt sei, begründet die 49-Jährige ihr Engagement. Nach Schätzungen sind in Deutschland rund 130 000 Menschen an MS erkrankt, Frauen doppelt so häufig wie Männer. Betroffen ist das Zentralnervensystem, wodurch es bei den Betroffenen zu ganz unterschiedlichen Ausfallerscheinungen kommt. Ziel sei es gewesen, lokal tätig zu werden, sagt Simone Vettin. Und sie denke darüber nach, die Aktion weiterzuführen.

Vor 17 Jahren hatte die studierte Pharmazeutin die Apotheke an der Glienicker Spitze eröffnet. Da war das Gebäudeensemble gerade fertig geworden.

Marianne Seibert ist Gründungsmitglied des Landesverbandes und seit 25 Jahren dessen Vorsitzende. Quelle: Helge Treichel

Die DMSG-Landesvorsitzende Marianne Seibert, selbst seit 1992 wegen MS im Rollstuhl, nahm die Spende entgegen und bedankte sich herzlich. Das Geld werde für Informationsveranstaltungen genutzt. Dabei gehe es unter anderem um die Krankheitsbewältigung von Betroffenen und ihren Familienangehörigen. Insgesamt 25 Selbsthilfegruppen gebe es im Land Brandenburg. Hinzu kommen neun offene Gesprächskreise, die von Frauen und Männern geleitet werden, die der Landesverband ausgebildet habe. Aufklärung und Information laute die Devise. Betroffenen solle das Gefühl gegeben werden, dass sie mit ihrem Problem nicht allein sind, beschreibt die 67-Jährige das Aufgabenfeld. Sie hatte ihre Diagnose im Alter von 35 Jahren erhalten. Viele Betroffene seien aber noch deutlich jünger.

Simone Vettin (3. v. l.) mit Vertretern der MS-Selbsthilfegruppe. Quelle: Helge Treichel

„Das ist eine prima Aktion“, sagt auch Wolfgang Kühn von der Selbsthilfegruppe. Die zähle derzeit 18 Mitglieder in den Gemeinden Mühlenbecker Land und Glienicke und werde den Spendenbetrag unter anderem für Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem zehnjährigen Bestehen der Gruppe verwenden. Nächster Höhepunkt sei die gemeinsame Weihnachtsfeier, die im Kochstudio in Schildow als Seminar zur gesunden Ernährung gestaltet wird.

Es gehe bei solchen Treffen immer auch darum, die Leute „aus ihrem kleinen Behindertenreich herauszuholen“, sagt Gruppenmitglied Andrea Winter. Darüber hinaus werde über die tückische Krankheit aufgeklärt – auch an Info-Ständen und in Schulen.

Von Helge Treichel

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