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Arbeiten am Bahnübergang

Borgsdorf Arbeiten am Bahnübergang

Die Arbeiten am Bahnübergang Borgsdorf sind abgeschlossen, die neuen Betonplatten zwischen den Gleisen leuchten in frischem Grau, doch viele Borgsdorfer haben das Gefühl, dass sich der Zustand des Bahnübergangs nach den Baumaßnahen nicht verbessert, sondern eher verschlechtert habe. Die MAZ hat bei der Bahn nachgefragt.

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Gestern wurden Restarbeiten vorgenommen, wie angeschüttete Erde glatt gezogen.

Quelle: Fotos: Heike Bergt

Borgsdorf. Zwei Wochen lang war der Bahnübergang in Borgsdorf vom 15. September bis 1. Oktober für Bauarbeiten gesperrt. Geplant waren Gleisbau- und Kabeltiefbauarbeiten, das Erneuern der Platten zwischen den Schienen, Straßenbauarbeiten sowie das Anpassen der Stromschiene.

Diese Arbeiten sind nun abgeschlossen, die neuen Betonplatten zwischen den Gleisen leuchten in frischem Grau, doch gleichzeitig haben viele Borgsdorfer das Gefühl, dass sich der Zustand des Bahnübergangs nach den Baumaßnahen nicht verbessert, sondern eher verschlechtert habe. So würde beispielsweise der frische Asphalt bereits zerbröseln und einzelne Stückchen seien bis in den Wald hinein zu finden, berichten Anwohner. Man habe den Eindruck, so die Bürger, dass die Bauarbeiten noch gar nicht abgeschlossen seien.

Ein Anruf bei Michael Schelske, dem zuständigen Projektingenieur der DB Netz AG, bringt Klarheit: Ja, dass sei noch nicht der Endzustand. Der werde erst mit Fertigstellung der Gehwege im kommenden Jahr erreicht. Derzeit laufe jedoch noch das Planrechtsverfahren des Eisenbahnbundesamtes, an dem auch die Stadt Hohen Neuendorf beteiligt sei, damit 2018 die Gehwege gebaut werden können.

Um daher nicht „unnütz“ Geld auszugeben, so Schelske, habe man, wie geplant nur die sogenannten BÜ-Platten, die Platten zwischen den Schienen, ausgetauscht und die Deckschicht erneuert. Die Endhöhe der Tragschicht werde jedoch erst mit Bau der Gehwege, die mit einem Bordstein geplant sind, erreicht werden. „Ich hoffe, dass wir die Arbeiten im Herbst 2018 durchführen können.“ Derzeit gibt es für Fußgänger und Radfahrer nur einen begehbaren Streifen direkt neben der Straße. 2018 soll der Bahnübergang zudem eine neue Schrankenanlage erhalten, entsprechende technische Vorarbeiten wurden bereits geleistet. Schelske beruhigte jedoch, die grobkörnige Asphaltmischung sei nicht verkehrsgefährdend. Im kommenden Jahr werde zudem eine feinkörnige Mischung auf die Deckschicht aufgebracht werden.

Die Borgsdorfer müssen sich jedoch darauf einstellen bald wieder die Umleitung fahren zu müssen. „Für einen Belastungsstopfgang muss der Bahnübergang im November erneut gesperrt werden.“ Konkret bedeutet das, dass von Freitag, 18. November 20 Uhr bis Sonntag, 20. November 6 Uhr wieder die Umleitung über Briese genutzt werden muss. „Der Schotter im Gleisbett muss nachgestopft und nachverdichtet werden.“ Eine Sperrung des Bahnübergangs sei nicht zu verhindern, da für die Arbeiten die BÜ-Platten ausgebaut werden müssen. Daher kommt es auch zu Einschränkungen im Bahnverkehr. „Die S-Bahn ist davon nicht betroffen“, beruhigt Schelske.

Die Umleitung für Auto- und Radfahrer führt erneut über Chausseestraße und Berliner Chaussee nach Birkenwerder. Dann weiter über die Hauptstraße, Unter den Ulmen und Fichteallee, Briese und Friedensallee bis in den östlichen Teil Borgsdorfs. Nachweislich mobilitätseingeschränkte Personen können sich wieder auf Kosten der Bahn ein Taxi zur Umfahrung des Bahnüberganges anfordern.

Von Ulrike Gawande

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