Saisongeschäft läuft dank milder Witterung weiter - Arbeitsmarkt in Oberhavel bleibt stabil – MAZ - Märkische Allgemeine
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Oberhavel Arbeitsmarkt in Oberhavel bleibt stabil
Lokales Oberhavel Arbeitsmarkt in Oberhavel bleibt stabil
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00:33 04.12.2015
Draußen kann weiter gearbeitet werden. Quelle: dpa
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Oberhavel/Havelland

Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Oberhavel bleiben weiter stabil. Im November hatten rund 7800 Menschen keinen Job. Das sind zwar 16 Arbeitslose mehr, als noch im Oktober, aber 930 weniger als im Vorjahresmonat – ein Spitzenwert. „Der Arbeitsmarkt ist sehr robust. Seit 24 Monaten in Folge gibt es deutlich weniger Arbeitslose, als in den jeweiligen Vorjahren“, so Christoph Fischedick, Leiter der Oranienburger Arbeitsagentur. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 7,0 Prozent unverändert.

„Wir sprechen von einem ruhigen November. Das liegt vor allem an der relativ milden Witterung“, so Fischedick. Eisige Temperaturen würden sich vor allem auf das Baugewerbe, den Bereich Garten-Landschaftsbau sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe auswirken. „Im Hoch- und Tiefbau wurden im November sogar Leute eingestellt. Und auch die Gaststätten und Hotels nehmen das Saisongeschäft noch mit, solange das Wetter stabil bleibt.“

Erst in der zweiten Dezemberhälfte und spätestens zum Jahresende erwartet Christoph Fischedick einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. „Viele befristete Verträge enden saisonal bedingt zum 31. Dezember. Nach der Frostperiode gibt es jedoch erfahrungsgemäß wieder entsprechend viele Einstellungen.“ Die Geschäftsstelle Gransee sei davon besonders betroffen. Dort gebe es mehr saisonale Stellen in der Landwirtschaft und dem Gaststättengewerbe, als in Oranienburg.

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In Ankündigung auf Weihnachten wurde im Landkreis im November verstärkt in den Bereichen Lager und Logistik, Verkauf und den kaufmännischen Berufen eingestellt, so der Fachmann. Zudem sei die Nachfrage nach Mitarbeitern seit Jahresbeginn höher als noch 2014. Bislang gab es rund 4120 offene Stellen, das sind 960 mehr als noch im Vorjahr. Das Mindestlohgesetzt habe laut Fischedick indes weiterhin kaum einen Effekt auf den Arbeitsmarkt.

Eine Mammutaufgabe für die Arbeitsagenturen ist derzeit die schrittweise Integrierung von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt. In aktiver Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungsträgern werden als erste Maßnahme daher verstärkt Deutschkurse angeboten. „Die Sprache ist die wichtigste Voraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Wir stehen in Kontakt mit einigen Firmen, die den Flüchtlingen künftig Praktikumsplätze anbieten möchten“, so Fischedick.

320 Stunden dauert ein solcher Kurs für gewöhnlich. „Das ist zwar gut, aber reicht lange nicht aus. Wir stehen noch am Anfang“, so Stefan Maciossek, stellvertretender Havelland-Bereichsleiter der Arbeitsagentur Neuruppin. „Es ist ein langwieriger Prozess. Wir müssen zunächst das Potenzial der Menschen erkennen und sie dann dementsprechend fördern.“

Im Nachbarkreis Havelland waren im November knapp 6170 Menschen – 7,3 Prozent – ohne Arbeit. Das sind rund 80 mehr als im Oktober und 366 weniger als im Vorjahresmonat. Die Geschäftsstelle Nauen stehe mit einer Quote von 5,6 Prozent weiter an der Spitze des Agenturbezirks, so Stefan Maciossek. Auch hier erklärt sich der leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen mit den milden Temperaturen. Der saisonalbedingte Anstieg wird ebenfalls für den Dezember, spätestens aber im Januar erwartet. Entlassungen aufgrund der Einführung des Mindestlohns spielen auch im Havelland eine untergeordnete Rolle. Im November wurden außerdem knapp 25 Stellen als Betreuer in Asylunterkünften oder als Sachbearbeiter in diesem Bereich geschaffen und besetzt.

Von Laura Sander

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