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Oberhavel Erst die Arbeit, dann der Sekt
Lokales Oberhavel Erst die Arbeit, dann der Sekt
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02:16 02.01.2016
Bürgermeister Arno Dahlenburg (M.) beim Schützenfest 2015. Quelle: Uwe Halling
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Zehdenick

Ein Jubiläum, wie die 800-Jahrfeier, in seiner Amtszeit zu erleben, ist schon besonders, sagt Bürgermeister Arno Dahlenburg. Vielleicht können die Zehdenicker 2016 auch noch über ganz andere Dinge jubeln.


MAZ
: Wenn wir Sie in einem Jahr nach dem Besonderen des Jubiläumsjahres fragten, was würden Sie dann gerne sagen können?

Arno Dahlenburg: Dass wir ein unvergessliches Jubiläum erlebt haben, mit vielen Facetten und gut besuchte Veranstaltungen.

Und persönlich?

Dahlenburg: Zur 750-Jahrfeier war ich 13 Jahre alt. Wenn man 50 Jahre später daran noch so schöne Erinnerungen hat, wie ich, das würde ich mir und unseren Einwohnern wünschen. Und auch, dass es ein Jahr mit Nachhall und Nachwirkung im positiven Sinne wird, wir unsere Havelstadt von der besten Seite präsentiert haben.

Für den Festumzug werden noch viele Mitwirkende gesucht. Machen Sie sich keine Sorgen, dass die Zehdenicker feiermüde sind?

Dahlenburg: Wenn eine Geschichte ins Rollen kommt, dann kann man sich darauf verlassen, dass unsere Einwohner mitziehen.

Der geplante Festplatz im Norden der Stadt sollte ein Zentrum der Feierlichkeiten werden. Aber das ist nicht zu schaffen?

Dahlenburg: Wir haben darauf verzichtet, den Festplatz einzubinden und bewusst alle Veranstaltungen im Zentrum angesiedelt.

Hat sich ein Investor für die große Halle auf dem ASZ-Gelände gefunden?

Dahlenburg: Wir arbeiten in verschiedene Richtungen. Entweder die Halle wird genutzt oder abgerissen. Es gibt die Idee von einem Gästehaus. Wir wären glücklicher, wenn am Ende des Bekundungsverfahrens jemand gewesen wäre, der gesagt hätte, er macht das. Gibt es aber nicht. Das ist bedauerlich, weil das Thema Unterbringung ein Schwachpunkt in Zehdenick ist. Im Januar wird es weitere Gespräche geben und dann müssen wir alle Nutzungsoptionen abwägen. Sicher ist, dass wir als Stadt nicht Betreiber eines Jugendgästehauses werden.

Wider erwartend hat sich dank eines neuen Investors in diesem Jahr das Thema Ferienhäuser wieder entwickelt. Wie optimistisch sind Sie, dass es diesmal klappt?

Dahlenburg: Wir nehmen bei diesem neuen Partner eine andere Qualität wahr. Er hat sich mit allen Behörden verständigt und seine Konzeptvorstellungen dargelegt.

Wie schnell ist mit einem Beginn zu rechnen?

Dahlenburg: Anfang des Jahres werden die Flächen am Eichlerstich vermessen und es wird eine Baugrunduntersuchung geben, um alle Daten für einen neuen B-Plan zu haben. Es wird sehr intensiv daran gearbeitet.

Woher nehmen Sie die Motivation, das Thema nach vielen Enttäuschungen wieder anzupacken?

Dahlenburg: Der Weg ist das Ziel. Der Bedarf ist unzweifelhaft da. Wir werden diesen Partner mit all unseren Kräften unterstützen. Mit neuen Übernachtungskapazitäten erreichen wir eine Wertschöpfung für touristische Akteure und Einzelhändler. Das motiviert uns, da dran zu bleiben. Das wichtigste ist, den B-Plan aufzustellen, dann kann man auch euphorischer sein. Wir machen erstmal die Arbeit,bevor wir Sekt trinken.

Was hat sich die Stadt für 2016 noch vorgenommen?

Dahlenburg: Wir werden rund fünf Millionen Euro investieren, davon eine halbe Million allein in Schulen, Kitas, Feuerwehr und Bauhof.

Kaum ein anderes Thema hat die Zehdenicker so bewegt wie die Aufnahme von Asylbewerbern. Rund 150 leben in der Stadt. Gibt es Pläne für weitere Unterkünfte?

Dahlenburg: Weitere sind derzeit nicht geplant. Unsere wichtigste Aufgabe wird es jetzt sein, die Menschen, die da sind, zu integrieren. Es ist nicht nur eine Floskel, wenn ich sage, dass es zu den angenehmsten Erfahrungen 2015 gehörte, wie sich Bürger hier eingebracht haben. Man hat gesehen, wie viel Engagement da ist. Das wollen wir beim Neujahrs-Empfang am 8. Januar würdigen.


Von Cindy Lüderitz

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