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Asylbewerberheim in Gransee geplant

Landkreis muss mehr Flüchtlinge aufnehmen Asylbewerberheim in Gransee geplant

Der Landkreis Oberhavel plant, in Gransee ein Asylbewerberheim einzurichten. Untergebracht werden sollen die Flüchtlinge größtenteils in Häusern am Karl-Marx-Platz. Es könnte auch sein, dass einige in Wohnungen der Stadt ein neues Zuhause finden. Am 23. Oktober sollen die genauen Pläne vorgestellt werden.

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Auf der kreiseigenen Liegenschaft am Karl-Marx-Platz soll ein Asylbewerberheim eingerichtet werden.

Quelle: Halling

Gransee. Die umzäunte und videoüberwachte Liegenschaft gehört dem Kreis, der dort auch eine Außenstelle unterhält. Bislang waren die Pläne noch nicht offiziell bestätigt worden, doch seit der Kreistagssitzung am Mittwoch besteht kein Zweifel mehr an dem Vorhaben. Es war sogar bereits die Rede davon, dass auch einige Wohnungen in der Stadt für Asylbewerber zur Verfügung gestellt werden sollen.

Kreissprecher Ronny Wappler hatte bisher auf Nachfrage stets auf eine für den 23. Oktober geplante Pressekonferenz verwiesen. Dann soll die Unterbringungskonzeption für Asylbewerber, die sich auf den gesamten Landkreis bezieht, vorgestellt werden.

Für den Fall, dass sich die Pläne in Gransee bestätigen, appellierte der ehrenamtlicher Bürgermeister Wilfried Hanke an die Einwohner, die Mitmenschen offenherzig zu empfangen. "Für Gransee wäre das etwas gänzlich Neues, eine vergleichbare Einrichtung gab es hier bislang nicht", so Hanke.

In Zehdenick sind dagegen kürzlich bereits Asylbewerber aufgenommen worden. Wie der Prokurist der Zehdenicker Gebäude- und Wohnungswirtschaft mbH, Dirk Erlecke, gestern auf Nachfrage bestätigte, lebten die Familien seit etwa zwei Monaten in einem Wohngebiet in der Havelstadt. Zehdenick war eine der wenigen Kommunen, die überhaupt mit einem entsprechenden Angebot auf eine Anfrage der Kreisverwaltung aus dem Frühjahr dieses Jahres reagierte. Andere Gemeinden hatten signalisiert, dass sie keine Unterkünfte für Asylbewerber hätten.

Der Landkreis benötigt aber zusätzliche Kapazitäten. Die Zahl der Asylsuchenden in Oberhavel soll sich noch innerhalb dieses Jahres verdoppeln. Der Kreis muss nach aktuellem Stand in diesem Jahr 242 Flüchtlinge aufnehmen. Neue Unterkünfte müssten demnach in relativ kurzer Zeit bereitgestellt werden. Am Wohnheim in Stolpe-Süd mit derzeit 175 Plätzen – hinzu kommen etwa 50 in Wohnungen untergebrachte Flüchtlinge – werden 82 zusätzliche Plätze geschaffen. Bis zu deren Fertigstellung im November werden 20Flüchtlinge vorübergehend im Lehrlingswohnheim des Maurer-Oberstufenzentrums in Hennigsdorf untergebracht.

Von Cindy Lüderitz

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Informationsveranstaltung am Mittwoch

Die Kreisverwaltung will am Mittwochabend in Gransee ihre Pläne für ein Asylbewerberheim am Karl-Marx-Platz vorstellen. Die Informationsveranstaltung im Strittmatter-Gymnasium, Oranienburger Straße 30a, beginnt um 19 Uhr. Bürger sollen in diesem Rahmen auch Gelegenheit erhalten, Fragen zu dem Vorhaben zu stellen.

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