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Atelier zum Klotzen und Kleckern

Hohen Neuendorf Atelier zum Klotzen und Kleckern

Ein Werkstattraum ist am Mittwoch in der AWO-Kita Zauberstein in Betrieb gegangen. Das Projekt wird von Kunsttherapeutin Heidi Wurm geleitet, der Raum kann aber auch sonst zum Klotzen und Kleckern genutzt werden. Die Anschubfinanzierung stammt von der „Aktion Mensch“: 5000 Euro für ein Jahr.

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Clara (5) hat sich mit einer Hand in Pink auf Leinwand verewigt.

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf. „Das kitzelt“, sagt Clara, als ihre Hand mit Farbe bepinselt wird. Kurz darauf drückt die Fünfjährige der Leinwand ihren ganz persönlichen Stempel auf. Viele der insgesamt 110 Kinder in der Kita Zauberstein und auch ein paar Eltern taten es ihr gleich.

Mit dieser Aktion weihten sie unter Regie von Kunsttherapeutin Heidi Wurm das eigens eingerichtetes Atelier ein. Einmal pro Woche wird die 45-Jährige ab sofort in die Kita kommen, um den Kindern auf praktischem Wege verschiedene Maltechniken näherzubringen. Das nächste Monatsprojekt werde sich mit dem Herbst befassen, wobei Blätter in die Kunstwerke eingebaut werden. Kostproben der jeweiligen Arbeiten würden im Eingangsbereich der Kita ausgestellt.

Heidi Wurm mit Fabi (5) und Pia (2)

Heidi Wurm mit Fabi (5) und Pia (2).

Quelle: Helge Treichel

Seit 2009 betreibt Heidi Wurm die Fantasiewerkstatt Creativo. Mit Kreativkursen und Events ist sie in verschiedenen Einrichtungen präsent, zum Beispiel auch in der Grundschule Niederheide. Das Gestalten mit Farben und Formen will sie zum Erlebnis machen, auch einem sinnlichen. Bei ihr dürfen die Kinder mit Augenbinde „blind“ malen und so richtig aus dem Vollen schöpfen. „Was zu Hause oft nicht geht, ist bei mir ausdrücklich erwünscht“, sagt sie: „Kleckern, schmieren, kein Problem. Bei mir darf üppig Farbe benutzt werden.“ Welchen Spaß das bringt, war bereits beim Testlauf zur Eröffnung zu erahnen.

In der Kita wurde eigens ein 20 Quadratmeter großer Raum zum Atelier hergerichtet. „Ich hatte das Team in einer Dienstberatung gefragt, was im haus noch an Möglichkeiten fehlt“, sagt Kitaleiter Ingo Nows. „Die Vorschläge gingen in Richtung malen und werken.“ Man dachte an eine kostspielige Werkhütte und Staffeleien auf Rollen, die in den geräumigen Fluren platziert werden. Doch dann fiel die Wahl auf einen festen Platz, an dem nach Herzenslust gewerkelt werden kann.

Ingo Nows, Leiter der Kita Zauberstein, die sich in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt befindet (AWO-Kreisverband Bernau)

Ingo Nows, Leiter der Kita Zauberstein, die sich in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt befindet (AWO-Kreisverband Bernau).

Quelle: Helge Treichel

„Den Ausbau habe ich mir über das Internet von der Academie Du Jeudi in Paris abgeguckt“, sagt der 51-Jährige, der die Kita seit drei Jahren leitet. Eine Wand wurde mit Holzplatten beplankt, Hausmeister Alrik Kühn baute zwei faltbare Staffeleien und eine kleine Bank für die eingelassenen Farbtöpfe. Für die Realisierung wurden 5000 Euro bei der“Aktion Mensch“beantragt – und nach einem halben Jahr für Material-, Honorar- und Ausstellungskosten bewilligt. „Die Holzwerkstatt wird als nächstes in den Raum integriert“, so Ingo Nows. Und auch die soll Heidi Wurm ab Oktober übernehmen.

Pia und Heidi Wurm

Pia und Heidi Wurm. Die fertig gestaltete Leinwand hängt jetzt im Eingangsbereich.

Quelle: Helge Treichel

„Creativo bin ich schon mein Leben lang“, sagt die Kunsttherapeutin. Als Kind begann sie zu malen und zu basteln. Elf Jahre engagierte sie sich bei den Pfadfindern, unter anderem als Gruppenleiterin. „Hier habe ich meine Liebe zu den Menschen entdeckt“, sagt sie. Seit einiger Zeit ist sie als Trauerbegleiterin in einem Pankower Kinderhospiz tätig – und bringt kreative Methoden in die Trauerarbeit mit Kindern und Eltern ein. „Dadurch habe ich einen für mich wunderbaren Mix gefunden“, sagt Heidi Wurm. „Tiefe in der Trauerbegleitung und die lustige Arbeit mit quicklebendigen Kindern.“

Die in der Kita Zauberstein entstandenen Arbeiten sollen künftig auch ausgestellt werden.

Die großen Farbtöpfe sind eine spannende Sache

Die großen Farbtöpfe sind eine spannende Sache. Für die Kleidung sind die Gouache-Wasserfarben ungefährlich.

Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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