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Oberhavel Auf Augenhöhe mit den Bürgern
Lokales Oberhavel Auf Augenhöhe mit den Bürgern
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19:13 15.09.2017
Uwe Klein will Amtsinhaber Hans G. Oberlack als Bürgermeister ablösen.. Quelle: Wolfgang Bentz
Glienicke

In der Gemeinde Glienicke bewerben sich bei der Wahl am 24. September vier Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters. Uwe Klein (SPD) ist seit 2003 Gemeindevertreter, seit 2005 Vorsitzender seiner Fraktion und seit 2014 Mitglied des Kreistages. Kommunalpolitik betrachtet der 52-Jährige als „mein größtes Hobby“. Darüber hinaus ist er gerne Gast bei Fußballspielen der heimischen Mannschaften und erkundet Brandenburg. Neben Klein treten an: Steffi Elsner (parteilos), Ernst-Günter Giessmann (Die Linke) und Hans Günther Oberlack (FDP/CDU).

Was motiviert Sie, für das höchste Amt in Glienicke zu kandidieren?

Uwe Klein: Bürgermeister heißt für mich mehr als „nur“ Verwaltungschef zu sein und die Beschlüsse der Gemeindevertretung umzusetzen. Bürgermeister bedeutet für mich, die Entwicklung des Ortes aktiv zu gestalten, nah an den Bürgern und ihren Anliegen zu sein, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und all jenen den Rücken zu stärken, die durch ihren persönlichen Einsatz dazu beitragen, Glienicke von einem lebenswerten Ort zu „unserem Zuhause“ zu machen.

Was befähigt Sie, als Verwaltungschef tätig zu sein?

Seit über 20 Jahren arbeite ich im Deutschen Herzzentrum Berlin mit über 1000 Mitarbeitern. Als Vorsitzender des Betriebsrates bin ich für sämtliche Fragen der Mitarbeiterführung, Personaleinsatzplanung und alle Belange, die die Mitarbeiter betreffen, mitverantwortlich. In hunderten Mitarbeitergesprächen konnte fast immer ein zufriedenstellendes Ergebnis für alle Beteiligten erreichen. Diese Erfahrung kann ich in der Glienicker Verwaltung gut einbringen. Als freiberuflicher Dozent für Betriebsverfassungsrecht/Personalvertretungsrecht sind mir zudem die rechtlichen Grundlagen für das Führen einer Verwaltung nicht nur vertraut, ich weiß sie auch zielgerichtet anzuwenden.

Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die achtjährige Amtszeit?

Die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf Kitabetreuung, der Bau von kleinen altersgerechten Mehrfamilienhäusern auf kommunalen Grundstücken, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der Bau eines weiteren Sportplatzes auf dem Gelände des derzeitigen Glienicker Bauhofs, die Unterstützung der Glienicker Vereine und des Ehrenamts sowie die weitere Verbesserung des bestehenden öffentlichen Personennahverkehrs.

Was packen Sie als erstes an, wenn Sie gewählt werden?

Als Verwaltungschef würde ich wieder ein Hauptamt mit einem, derzeit fehlenden, zentralen Controlling einführen, das auch mein Handeln als Bürgermeister begleitet und überprüft. Zuständig wäre das Amt auch für eine zentrale Personalsteuerung, um die regelhafte Überlastung einiger Mitarbeiter abzubauen, die Öffnungszeiten abzusichern, die Arbeitsfähigkeit von Standesamt und Einwohnermeldeamt wiederherzustellen und dem Fachkräftemangel adäquat entgegenzuwirken. Des Weiteren müssen die seit Jahren nicht abgearbeiteten Maßnahmen wie der Bau des Jugendclubs und der Erweiterungsbau auf dem Sportplatz Bieselheide realisiert werden.

(Wo) Sehen Sie Änderungsbedarf zur bisherigen Amtsführung?

Selbst Verantwortung übernehmen und sich nicht hinter seinen Mitarbeitern oder den Entscheidungen der ehrenamtlich arbeitenden Gemeindevertretung verstecken. Ehrlich und transparent mit Fehlern umgehen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Als Bürgermeister werde ich parteipolitisch neutral agieren und, im Gegensatz zum bisherigen Amtsinhaber, auch meine parteipolitischen Ämter aufgeben.

Vor welchen Herausforderungen steht Glienicke in den nächsten Jahren?

Attraktiv und bezahlbar für alle Generationen zu sein. Finanzielle Spielräume trotz Auslaufen des Solidarpakts schaffen.

Wie wollen Sie diese Herausforderungen bewältigen?

Durch den kommunalen Bau kleiner Mehrfamilienhäuser auf kommunalen Grundstücken. Und durch das Vorlegen eines ausgeglichenen Haushalts mit inhaltlich fundierter Begründung der Schwerpunkte.

Was ist Ihre Vision für Glienicke?

Glienicke wird zu einer Gemeinde, in der gesellschaftliche Zusammenhalt gelebt wird und Vorbildwirkung für die gesamte Region hat.

Von Helge Treichel

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