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Auf Hohenbrucher Vierseithof zieht Leben ein

Wohnprojekt für geistig behinderte Menschen Auf Hohenbrucher Vierseithof zieht Leben ein

Der Berliner Verein RC Partner für Chancengleichheit und Reintegration plant am Döhringsbrücker Weg in Hohenbruch ein Wohnprojekt für Menschen mit geistiger Behinderung. Der alte Stall wird dafür abgerissen, dort entsteht ein Neubau – wenn die Stadtverordneten zustimmen.

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Kerstin Kausche sowie Michael (l.) und Colja Marterer.

Quelle: Robert Tiesler

Hohenbruch. Auf dem alten Vierseithof am Döhringsbrücker Weg in Hohenbruch könnte sich bald einiges tun. Der Berliner Verein RC Partner für Chancengleichheit und Reintegration plant ein Wohnprojekt für Menschen mit geistiger Behinderung. Er kauft dafür etwa 16 000 Quadratmeter Land von der Grundstücksbesitzerin Kerstin Kausche. „Wir stehen kurz vorm Verkauf“, sagte sie bei einem Pressetermin vor Ort.

Das Wohnhaus auf der rechten Seite bleibt in ihrem Besitz, die dort lebenden Mieter bleiben, wo sie sind. Der Verein übernimmt die drei weiteren Gebäude auf dem Hof. Der alte Stall soll abgerissen werden. Dort entsteht stattdessen ein Wohngebäude für 24 Leute. „Wahrscheinlich zweigeschossig“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Michael Marterer. Ein Teil des Schuppens im hinteren Hofteil soll stehen bleiben. „Das soll ein gärtnerisch-landwirtschaftliches Betreuungsobjekt werden“, so Marterer weiter. Es könnte auch als Lagerhaus für Gerätschaften dienen. Der Vorderhaus auf der linken Seite des Grundstückes wird dann die Verwaltung beherbergen sowie zu einem Tagesbeschäftigungszentrum umgebaut.

Mehr als zwei Millionen Euro will der Verein am Döhringsbrücker Weg in Hohenbruch investieren. Am 15. Oktober sollen die Kremmener Stadtverordneten darüber entscheiden, im Hohenbrucher Ortsbeirat ist das Projekt wohlwollend aufgenommen worden. Neben den 24 Bewohnern der neuen Einrichtung, die – wenn alle Genehmigungen und Bauanträge erfolgreich sind – 2017 in Betrieb gehen könnte, will der Verein etwa 20 Mitarbeiter anstellen. „Vorrangig aus der Region“, sagte Michael Marterer.

Für Hohenbruch als Standort sprach das große Gelände, das der Verein dort vorfand. „Wir wollten in eine Gemeinde, die in mutmaßlich 20 Jahren nicht entvölkert wird“, so der Vorstandsvorsitzende. „Ich finde den Ort sehr sympathisch.“ Die Verbindungen nach Kremmen und Oranienburg seien attraktiv. „Viele brauchen auch Ruhe, und dafür ist die Lage ideal.“

Wichtig sei es, seitens der Hohenbrucher keine Vorurteile über die dort künftig lebenden Bewohner aufkommen zu lassen. Stichwort: Integration. Deshalb wolle der Verein zum Beispiel auch früh an Kinder herantreten, Schulklassen könnten den Hof besuchen.

Kerstin Kausche, bis Ende Oktober noch Oranienburgs Kämmerin, freut sich über die Entwicklung. Es sei gut, dass der Hof nicht weiter verfalle und vernünftig genutzt werde.

Von Robert Tiesler

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