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Auf Krimi-Reise in Fürstenberg

Hörspielworkshop in Jugendherberge Auf Krimi-Reise in Fürstenberg

Die internationale Jugendherberge Ravensbrück ist weiter auf Erfolgskurs. Die Besucherzahlen steigen kontinuierlich. „Der Juli hat alles Bisherige getoppt, so viele Buchungen hatten wir noch nie“, sagte Leiterin Yvonne Nägel gestern. Am Sonnabend feiert die Einrichtung zudem eine Premiere.

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Die Hörpsielakteure bei einer Stellprobe.

Quelle: Margot Schöning

Fürstenberg. Die internationale Jugendherberge Ravensbrück ist weiter auf Erfolgskurs. Die Besucherzahlen steigen kontinuierlich. „Der Juli hat alles Bisherige getoppt, so viele Buchungen hatten wir noch nie“, sagte Leiterin Yvonne Nägel gestern. Am Sonnabend feiert die Einrichtung zudem eine Premiere. Erstmals wird ein Hörspiel-Krimi uraufgeführt. Seit Sonntag arbeiten 15 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet an der Geschichte, die auf CD gebrannt werden soll.

Für die fünf Jungs und zehn Mädchen zwischen neun und dreizehn Jahren stand von der ersten Minute fest, es muss eine spannende Erzählung werden. Nur wussten sie kurz nach dem Kennenlernen noch nicht, welches Verbrechen sie wann und wo stattfinden lassen und welche Rolle jeder Einzelne dabei spielt. Bei der Konzeption steht ihnen mit Jens-Uwe Bartholomäus ein Profi der Hörspielfabrik Hohen Neuendorf zur Seite. Er wird aus den Gedanken der jungen Regisseure ein Drehbuch erarbeiten. Derzeit sieht alles nach Science-Fiction aus. Heute wird der Ton eingespielt, morgen die Geräusche. Yvonne Nägel sagt, es gehe bei dem Projekt auch darum, neben der „engen Gedenkstätten-Thematik“ ein Angebot zu schaffen. Sie ist zufrieden mit der Resonanz auf das neue Ferienprojekt. In den Vorjahren fand an selber Stelle eine Tanzworkshop statt. „Wir waren überrascht, wie schnell die Plätze ausgebucht waren“, so Nägel. Der Hörspiel-Krimi zog die Jugendlichen nach Ravensbrück, um mittels Stimme, Instrumenten und anderen Hilfsmitteln ein Audio-Kunstwerk zu schaffen. Sie waren neugierig darauf zu erleben, wie aus den eigenen Gedanken ein echtes Hörspiel entsteht. Nur drei Teilnehmer hatten sich bereits mit diesem oder einem ähnlichen Theater-Genre an ihren Schulen beschäftigt. Für die anderen war es pures Neuland. So gaben sie sich auch in der ersten Kennlernstunde so weit weg von heimatlichen Gefilden recht flippig. Die Mehrzahl kommt aus dem Raum Berlin und Brandenburg. Die weiteste Anreise hatten drei Mädchen aus der Region Koblenz und dem Berchtesgadener Land. Herbergsleiterin Yvonne Nägel wählte einen guten Einstieg-Modus für das Kennenlernen. Sie ließ die Teilnehmer Spitznamen, Hobbies und Lieblingsessen aufschreiben. Aufgrund der Angaben musste anschließend geraten werden, wer den Zettel ausgefüllt hat. Dass brachte viele Lacher und damit genau das, was eine Feriencamp von Beginn an auch bewirken soll, nämlich Spaß.

International

Seit der Eröffnung 2002 verzeichnet die Jugendherberge Ravensbrück steigende Besucherzahlen. 2012 wurde erstmals die 10 000er-Marke bei den Übernachtungen geknackt.

Zuwachs gab es zuletzt bei den ausländischen Besuchern, die aus Israel, Frankreich, Dänemark oder auch Amerika kommen. Schüler und Studenten sind die stärkste Gruppe.

Drei Häuser mit 96 Betten bietet die Herberge in Nachbarschaft der Gedenkstätte Ravensbrück.

Teamarbeit hingegen beflügelt das Selbstbewusstsein und stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, so Yvonne Nägel. Durch das Sprechen der Rollen werden die Jugendlichen sprachgewandter und verbessern ihre auditive Wahrnehmung. Denn die Jugendherberge versteht sich von Beginn an als ein Ort des Fragens, Lernens und Verstehens. Da sich die Wohn- und Gemeinschaftsräume in den restaurierten Häusern der Aufseherinnen des ehemaligen Konzentrationslagers befinden, gehört zum Begreifen auch ein Besuch der Gedenkstätte Ravensbrück. Die ist für die meisten Gäste der Jugendherberge das Hauptziel. „Wir haben auch mal Radfahrer, die spontan vorbeikommen. Aber die meisten der Besucher verbinden ihren Aufenthalt mit einem Besuch der Gedenkstätte“, so Nägel.

Von Margot Schöning

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