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Oberhavel Auf Kuhl-Tour durch Oberhavel
Lokales Oberhavel Auf Kuhl-Tour durch Oberhavel
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08:08 21.09.2016
Die Kuhl-Tour für Alt und Jung führt in diesem Jahr über Nieder Neuendorf, Falkensee und Schönwalde zurück nach Velten. Quelle: Ansgar Kuhl
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Velten

Ob eine Schlössertour über Schwante und Sommerswalde oder eine Havellandfahrt nach Wansdorf, Pausin und Perwenitz oder quer durch Oberkrämer entlang der Alten Hamburger Poststraße, all diese Strecken lagen schon auf der Kuhl-Tour, der beliebten Radwanderung, die Optikermeister und Radfahrfan Ansgar Kuhl jährlich organisiert. Dabei ist der Name Programm: Zur Radtour gehört immer auch die Kultur. Ob Orgelkonzert, Kulturmühle oder Museum. Seit mittlerweile sechs Jahren.

Bis zu vierzig Mitfahrer, Jung und Alt kann der 49-Jährige dann unter dem Motto „Mit Bewegung und Freude die Heimat entdecken“ um sich versammeln. Entstanden sei die Idee, erzählt der Veltener Unternehmer, um zu den Kunden seines Augenoptikgeschäftes über das Geschäftliche hinaus, den Kontakt zu pflegen. „Wir sind ein kleiner Betrieb, der fest im Ort verwurzelt ist, und leben, anders als die Filialketten, von der persönlichen Bindung zu den Kunden“, erklärt Kuhl. So verwundert es nicht, dass seine fünf Mitarbeiter nahezu alle Kunden mit Namen kennen. Doch trotz Traditionspflege, brauche es auch immer wieder neue Ideen. Wie die Kuhl-Tour.

Ansgar Kuhl kommt täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Quelle: Ulrike Gawande

Vor fast 110 Jahren, im Frühling 1907, gründete August Max Kuhl, Urgroßvater von Ansgar Kuhl, sein Geschäft für Uhren, Schmuck und Optische Waren in der Viktoriastraße 57 in Velten. Dort ist es bis heute zu finden, seit 2001 in vierter Generation geführt von Optikermeister und Optometrist Ansgar Kuhl. „Ich habe einen reizvollen Beruf, helfe Menschen und verkaufe Lebensqualität.“ Nur der Bereich Schmuck und Uhren wurde schon vor Jahren ausgegliedert und wird in bewährter Tradition von Kuhls Tante Renate Hintze im benachbarten Firmengeschäft geleitet.

Und auch wenn seine Familie eng mit der Region verbunden sei, so Ansgar Kuhl, sei es für ihn und seine Mitfahrer bei der Kuhl-Tour immer wieder überraschend, welch schönen Kleinode in der Umgebung von Velten zu finden seien. „Man muss sie nur entdecken“, ist sich der Fachmann für Brillen sicher. In diesem Jahr stehen Hennigsdorf, der Nieder Neuendorfer See, Falkensee und Schönwalde im Glien auf dem 40-Kilometer langen Tourenplan. Am Sonnabend, 24. September um 9 Uhr wird vor dem Ladenlokal in Velten gestartet. Mitfahrer können sich noch bis Freitag bei Kuhl anmelden. „Wir werden bei Führungen die neue stadtgeschichtliche Ausstellung in Hennigsdorf und den Grenzturm in Nieder Neuendorf besichtigen“, erzählt der Radfan, der am liebsten im Flachland, gerne an Flüssen entlang, unterwegs ist. „Radfahren tut mir gut und auf dem Rad erlebt man die Umgebung intensiver. Sieht oft mehr als mit dem Auto.“ Die Kuhl-Tour sei für jeden, auch für ältere Radler und Familien mit Kindern geeignet. „Wir fahren ein Gruppentempo von 15 km/h.“ Für einen Mittagimbiss sei gesorgt, so Kuhl.

Natürlich diene die Tour auch der Kundenpflege, verrät der Vater zweier Teenager, die ebenso wie seine Frau mitradeln werden. Aber ihm ist anzumerken, dass er neben dem Spaß am Radfahren – Kuhl kommt täglich mit dem Rad zur Arbeit –, und der Freude, in der Region Neues zu entdecken, wirkliches Interesse an seinen Kunden hat. „Ich freue mich auf die Gespräche bei der Tour.“ Zumal in diesem Jahr die Geschichte im Fokus steht. „Es ist wichtig, dass Gedenkorte wie der Grenzturm in Nieder Neuendorf erhalten werden.“

Von Ulrike Gawande

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